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Von Ralph Durry und
03.12.2010

Russland zieht großes Los

Zuschlag für die Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft 2018

Marc Schmidt, SID

Russland hat bei der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 das große Los gezogen. Die russische Bewerbung setzte sich beim Votum des Exekutivkomitees des Weltverbandes FIFA gegen Spanien/Portugal, England sowie Belgien/Niederlande durch und löste in der Heimat großen Jubel aus. Russland ist erstmals WM-Gastgeber. Um 16.37 Uhr gab FIFA-Präsident Joseph S. Blatter den Zuschlag für Russland bekannt.

Die letzten Kohlen für Russland sollten »Sbornaja-Kapitän« Andrej Arschawin und Stabhochsprung-Olympiasiegerin Jelena Issinbajewa aus dem Feuer holen. Insbesondere Issinbajewa legte sich mit einer äußerst emotionalen Rede ins Zeug. »Die WM 2018 in Russland wäre wie ein weiterer Weltrekord – nur mit einem riesigen Sprung«, sagte Issinbajewa, die zudem untermauerte, dass alle russischen Sportler die Fußball-WM in Russland unterstützen.

Nach der erfolgreichen Bewerbung kommt auch Ministerpräsident Wladimir Putin nach Zürich, um dem Weltverband FIFA zu danken. Putin hatte zunächst seine Teilnahme an der Vergabe abgesagt, sein Sprecher begründete dies mit Terminengpässen. Nun versprach Putin ein Turnier »auf höchstem Niveau«. »Dafür werden wir alles tun«, sagte er am Donnerstag nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau. »Russland kennt und liebt den Fußball.«

Der FIFA könnte allerdings noch ein juristisches Nachspiel drohen, da nach der Suspendierung der Exekutivmitglieder Reynald Temarii (Haiti) und Amos Adamu (Nigeria) vor rund zwei Wochen nur 22 der 24 Mitglieder des Exekutivkomitees an der Abstimmung teilnahmen. Laut Satzung des Weltverbandes müssen aber 24 Exko-Mitglieder über die WM-Vergabe abstimmen, damit sie gültig ist. Alleine deshalb könnten die unterlegenen Kandidaten die Wahl wohl juristisch anfechten.

»In den FIFA-Statuten ist in Artikel 30 eindeutig festgehalten, dass das Exekutiv-Komitee aus 24 Mitgliedern besteht. Scheidet ein Mitglied aus, muss es unverzüglich ersetzt werden. Sollte der Internationale Sportgerichtshof CAS zu der gleichen Ansicht kommen, müsste die Wahl wiederholt werden«, sagte der Frankfurter Sportrechtler Nicolas Rößler dem SID. Die Doppel-WM-Vergabe war die skandalträchtigste in der 106-jährigen Geschichte der FIFA.

Nach den Diskussion über unlautere Absprachen zwischen Bewerbern und Korruptionsvorwürfen gegen fünf Mitglieder des Exekutivkomitees war die FIFA in die Kritik geraten. Spaniens FIFA-Vizepräsident Angel Maria Villar Llona wies derweil die neuen Korruptionsvorwürfe zurück. »Die FIFA arbeitet ehrlich, alle Kollegen im Exekutivkomitee sind ehrlich und leisten ehrliche Arbeit. Die FIFA ist sauber«, sagte er.

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