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03.01.2011

S-Bahn-Verkehr bleibt ein Debakel

Weiter ausgedünnter Fahrplan bei der S-Bahn / Im Dezember mehr als 1000 Antriebsstörungen

(dpa/ND). Bei der Berliner S-Bahn ist weiter keine Entspannung in Sicht. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sprach gestern von einem »Debakel« und forderte eine schnelle Entschädigung der Kunden.

Das Unternehmen kündigte an, dass zu Wochenbeginn nur 213 Viertelzüge, statt 562 eingesetzt werden können. Auf der Ringbahn fahren die Züge der Linien S 41 und S 42 im 10-Minuten-Takt, auf allen anderen Linien im 20-Minuten-Takt. Die S 45 und S 85 verkehrt nicht. Vorübergehend nicht bedient werden könnten die Strecken Strausberg-Strausberg Nord, Spandau-Westkreuz, Wartenberg-Springpfuhl und Hennigsdorf-Schönholz. Zwischen Hennigsdorf, Tegel und Wilhelmsruh sowie zwischen Strausberg und Strausberg Nord würden Busse eingesetzt.

Etwas Entlastung verspricht sich die S-Bahn mit dem Einsatz von Regionalzügen. Ab heute morgen halten die Züge der RE 2 zusätzlich in Karlshorst. Die RB 10 wird montags bis freitags von Spandau nach Charlottenburg verlängert. Die Züge der NE-Linie 27 (Groß Schönebeck)-Karow fahren bis Berlin- Gesundbrunnen. Ab dem 8. Januar sollen die Züge der RB 10 auch am Samstag und Sonntag bis Charlottenburg verlängert werden.

Ab 10. Januar werden montags bis freitags die Züge der RB 13 ab Spandau über Jungfernheide nach Berlin-Hauptbahnhof verlängert. Auf der RE 1 sollen montags bis freitags von 6 bis 20 Uhr Verstärkerzüge auf der Strecke Potsdam-Wannsee-Charlottenburg-Zoologischer Garten-Hauptbahnhof- Friedrichstraße zum Einsatz kommen. Dieser Zusatzverkehr muss aber wegen Eingleisigkeit in Grunewald noch geprüft werden.

Seit Anfang Dezember traten nach Angaben der Bahn mehr als 1000 Antriebsstörungen an Elektronik und Fahrmotoren auf. Rund 220 Fahrmotoren mussten ausgetauscht werden.

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