Hanno Böck 17.01.2011 / Titel

Schwerer Rückschlag für CCS-Befürworter

Studie: Kanadisches Vorzeigeprojekt der Kohlendioxid-Speicherung leckt – und vergiftet die Umwelt

In einem der weltweit wichtigsten Projekte zur unterirdische Kohlendioxid-Speicherung (CCS) gibt es offenbar ein massives Problem: Entweichendes CO2 ist laut einer Studie die Ursache sprudelnden Grundwassers, ungewöhnlicher Algenbildung und für den Tod von Tieren. Dies würde die Befürchtungen von CCS-Gegnern auch in Brandenburg bestätigen.

Im Weyburn-Ölfeld der Firma Cenovus in der kanadischen Provinz Saskatchewan wird seit zehn Jahren klimaschädliches Kohlendioxid in den Boden gepumpt – zum einen, um die Ausbeute bei der Ölförderung zu erhöhen, zum anderen, um große Mengen des Treibhausgases nicht in die Atmosphäre gelangen zu lassen. Durch die CCS-Technologie zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid werde die Verbrennung fossiler Rohstoffe klimafreundlicher, beteuert vor allem die Kohle- und Erdölindustrie. Das Ganze macht aber nur dann Sinn, wenn die unterirdischen Speicher dauerhaft dicht sind und CO2 nicht entweichen kann. Schon bei geringen Lecks schädigt CCS also das Klima.

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