Krieg, Waffenlieferungen, Ausbeutung Fluchthelfer sind nicht das Problem.
Linker Journalismus gegen (geistige) Brandstifter.
Jetzt das »nd« unterstützen!
    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Ich habe bezahlt.

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login
  • Ich beteilige mich später
04.02.2011
Personalien

Der Zuhörer

Nikolaus Schneider - der Ratsvorsitzende der EKD besucht die ISAF-Truppe

Bild 1

»Ich bin gekommen, um zuzuhören«, sagt Nikolaus Schneider, der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche. Der 63-Jährige ist zusammen mit dem evangelischen Militärbischof Martin Dutzmann und dem EKD-Friedensbeauftragten zu Besuch bei den Bundeswehrtruppen in Afghanistan. Im Gespräch mit Soldaten und Hilfsorganisationen wollen sich die Geistlichen selbst ein Bild machen vom ISAF-Einsatz, den der Bundestag vor einer Woche um ein weiteres Jahr verlängerte.

Man gewinnt den Eindruck, als wolle Schneider sich mit besonders vorsichtigen Äußerungen von seiner populären Amtsvorgängerin Margot Käßmann abgrenzen. »Nichts ist gut in Afghanistan«, hatte Käßmann in ihrer Weihnachtspredigt 2009 in Hannover gesagt, und: »Waffen schaffen offensichtlich auch keinen Frieden.« Sie löste damit eine große Debatte aus. Eine Einladung von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in das Kriegsgebiet nahm sie nicht wahr.

Schneider, seit 2003 auch Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, hatte Käßmanns Amt nach deren Autofahrt unter Alkoholeinfluss zunächst kommissarisch übernommen. Als er im November vorigen Jahres offiziell von der Synode der EKD zum Ratsvorsitzenden gewählt wurde, kündigte er an, sich wie Käßmann keineswegs nur in kirchlichen Belangen äußern, sondern sich auch bei politischen Themen einmischen zu wollen. In der Folge kritisierte er etwa die Energiepolitik der Regierung und die Neuberechnung der Hartz-IV-Sätze. Doch den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr scheint Schneider derzeit nicht grundsätzlich in Frage zu stellen: »Wie weit kann das neue Konzept des offensiveren Vorgehens der Bundeswehr zu einem Erfolg geführt werden? Und wie weit können wir als evangelische Kirche da ethisch mitgehen?«, fragte er sich nach Informationen von epd an seinem ersten Besuchstag bei der Truppe.

Sich einzumischen versprach Schneider den Soldaten, wenn die politische Debatte im Bundestag über den Einsatz genutzt werde, um andere politische Spiele zu spielen. »Dafür sind Sie nicht hier. Dafür hält man seine Knochen nicht hin. Sie können sich darauf verlassen: Dazu werden wir etwas sagen.« Regina Stötzel

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken