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Foto: Christian Laforsch/LMU
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Aquarienfreunde schätzen ihn als Fischfutter: den Wasserfloh. Doch der Winzling hat's in sich: Das Genom des wenige Millimeter kleinen Süßwasserkrebses umfasst mindestens 31 000 Gene, wie ein Forscherteam im Fachblatt »Science« (Bd. 331, S. 555) berichtet. Zum Vergleich: Beim Menschen sind es höchstens 20 000.
Der Gemeine Wasserfloh, Daphnia pulex, fasziniert Forscher schon lange. Zum einen sind Kleinkrebse zentraler Bestandteil der Nahrungskette im Wasser. Und sie reagieren empfindlich auf Umweltbelastungen: Mit dem Daphnientest prüfen Toxikologen die Qualität von Gewässern.
Nun hält der Wasserfloh den Rekord der Genzahl im Tierreich. 36 Prozent der insgesamt 30 907 entdeckten Erbanlagen sind von keinem anderen Organismus bekannt. »Die hohe Zahl der Gene basiert zum Großteil darauf, dass sich die Gene in größerem Maße vervielfältigen als bei jeder anderen Spezies«, erläutert Projektkoordinator John Colbourne von der Indiana University in Bloomington.
Vermutlich macht dies die Tiere besonders anpassungsfähig. So ändern die Krebschen bei Bedrohung durch Fressfeinde ihren Körperbau und bilden zusätzliche Panzer oder Zähne.
Die Erforschung der Tiere soll nun grundsätzlich Aufschluss darüber geben, wie das Erbgut auf Veränderungen der Umwelt reagiert. »Angesichts der vielen gemeinsamen Gene von Daphnia und Mensch werden wir sie als Modellorganismus für Fragen nehmen, die die menschliche Gesundheit betreffen«, ist Joseph Shaw aus Bloomington überzeugt. ww
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