Gideon Spiro 12.02.2011 / Debatte

Die Geburt eines neuen Nahen Ostens

Was wäre, wenn die Palästinenser, unterstützt von israelischen Freunden, dem Aufstand in Ägypten folgen?

Gideon Spiro, geboren in Berlin, emigrierte 1939 mit seiner Familie nach Palästina. Bis zum Jom-Kippur-Krieg (1973) war er Fallschirmspringer der israelischen Armee. Nach dem Einmarsch Israels in Libanon 1981 verweigerte er jeden weiteren Kriegsdienst und gründete mit anderen Deserteuren die Organisation »Yesh Gvul« (Es gibt eine Grenze). Er ist Mitinitiator des Israelischen Komitees für einen atomwaffenfreien Nahen Osten. Übersetzung seines Textes aus dem Englischen: Jürgen Reents.

Der politisch-soziale Vulkan, der in Ägypten ausgebrochen ist, hat alle Experten und vermeintlichen Experten überrascht. Am ersten Tag der Demonstrationen prophezeiten sie fast ausnahmslos, dass das Mubarak-Regime stark und stabil sei, dass die Armee ebenso wie die Polizei und die Geheimdienste zu ihm halte, und dass sie in der Lage sein würden, den Volksaufstand zu zerdrücken. Als der Aufstand an Schwung gewann und die Zahl der Demonstranten zunahm, sahen sich die Experten mit und ohne Anführungszeichen genötigt, zu Kreuze zu kriechen. Die eindrucksvolle, ergreifende und gewaltfreie Millionen-Demonstration zerbrach alle Klischees über Araber im Allgemeinen und Ägypter im Besonderen.

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