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Von Thomas Häberlein und Marco Mader, SID
12.02.2011

Zweites Gold für Österreich

Anna Fenninger gewinnt Kombination – Maria Riesch nach Grippe chancenlos

Das Publikum am Gudiberg tobte und versuchte Maria Riesch zu einer Medaille zu schreien, doch für eine Fahrt auf das Siegertreppchen fehlte der Lokalmatadorin nach ihrer zweitägigen Virusgrippe die Energie. Mit großem Kampfgeist war sie in der Super-Kombination angetreten, am Ende dieses kräftezehrenden alpinen Zweikampfs wurde der Einsatz der geschwächten Doppelolympiasiegerin allerdings nicht belohnt – sie belegte Rang elf. »Ich wollte unbedingt starten, es ist meine Heim-WM, aber es war halt nicht genug«, sagte sie ein wenig enttäuscht.

Grund zum Jubeln hatten dafür wieder die Österreicherinnen. Anna Fenninger, die in ihrer Karriere noch kein Weltcuprennen gewonnen hat, holte etwas überraschend die Goldmedaille vor Tina Maze aus Slowenien (0,09 Sekunden zurück) und Anja Pärson aus Schweden (0,27) und bescherte ihrer Mannschaft im zweiten Frauenrennen den zweiten Titel. Super-G-Weltmeisterin Elisabeth Görgl aus Österreich, die nach der Abfahrt in Führung gelegen hatte, wurde Fünfte.

Maria Riesch ärgerte sich noch ein wenig darüber, dass sie nach Bronze im Super-G von der Grippe befallen wurde: »Natürlich ist das alles ein bisschen ärgerlich, ausgerechnet zur Heim-WM krank zu werden.« Den Mut ließ die Partenkirchenerin aber nicht sinken. »Ich hoffe, dass ich mich schnell erhole, und dann greife ich wieder an. Ich regeneriere normalerweise schnell nach Krankheiten«, sagte sie. Am Sonntag steht mit der WM-Abfahrt bereits die nächste Herausforderung an. Über die Krankheit wolle sie aber »nicht mehr jammern – auch aus Respekt gegenüber den anderen«.

Schon zur »Halbzeit« hatte Maria Riesch nur noch Außenseiterchancen. Hinter der später siegreichen Fenninger lag sie schon 1,4 Sekunden zurück, am Ende sogar 1,91 Sekunden. Schon die Abfahrt war ihr sichtlich an die Substanz gegangen. Im Ziel kam sie sogar zu Fall, lag auf dem Boden und pumpte wie ein Maikäfer. Erst nach aufmunternden Worten des Streckensprechers rappelte sie sich auf. »Die Abfahrt hat mich gekillt«, sagte sie. Im Slalom am Nachmittag war das deutlich zu sehen.

Lindsey Vonn war da schon nicht mehr dabei. Die US-Amerikanerin, die in der Abfahrt noch vor Riesch gelegen hatte, verzichtete danach auf den Slalom. Noch immer, sagte Vonn, leide sie an den Nachwirkungen der Gehirnerschütterung, die sie bei einem Trainingssturz am Mittwoch vergangener Woche erlitten hatte. »Unten war der Fokus nicht mehr da«, sagte sie über ihre fehlerhafte Fahrt. Sie will sich nun auf die Abfahrt konzentrieren: »Da versuche ich hundertprozentig fit zu sein.«

Für Maria Riesch kamen ein Verzicht auf die Kombi oder den Slalom offenbar nicht in Frage, obwohl nicht zu übersehen war, dass der Virus sie geschwächt hatte. »Unten ist mir dann schon ein bisschen die Kraft ausgegangen«, gab Riesch nach der Abfahrt zu. Alpindirektor Wolfgang Maier war dennoch beeindruckt: »Der Kampfgeist ist lobenswert, man muss ihr da allerhöchsten Respekt zollen.«

Frauen, Kombination
Gold: Fenninger (Öster.) 2:43,23 min
Silber: Maze (Slowenien) + 0,09 s
Bronze: Pärson (Schweden) + 0,27
11. Maria Riesch (Partenkirchen) + 1,91

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