17.02.2011

Bahnstreiks erst nach der Ski-WM

Warnstreik light bei der Berliner S-Bahn

Berlin (ND-Meyer). Die angekündigten Warnstreiks der Lokführer beginnen nach Ende der Ski-Weltmeisterschaft ab dem 21. Februar. Das kündigte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, am Mittwoch bei einer Protestveranstaltung vor rund 1000 Lokführern an. Dem Arbeitskampf vorausgegangen waren gut sechsmonatige Verhandlungen um einen bundesweiten Rahmentarifvertrag für Lokführer, den die GDL erstreiten will, sowie Tarifverhandlungen bei der Deutschen Bahn. Auch die Berliner S-Bahn wird von den Streiks betroffen sein, bekräftigte Weselsky, der auch Vize-Aufsichtsratvorsitzender bei der DB-Tochter ist. Die S-Bahn-Lokführer sollen sich – aus Rücksicht auf den ohnehin stark ausgedünnten Fahrplan – allerdings nicht an allen Streiktagen beteiligen. Parallel zu den Warnstreiks, die in der Intensität langsam gesteigert werden sollen, will die GDL die Urabstimmung einleiten, um die rechtliche Grundlage für Vollstreiks zu schaffen.

Die GDL »muss willkürliche Streikdrohungen und permanente Verunsicherung unserer Kunden beenden«, sagte dagegen Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber laut einer Mitteilung. Den Vorschlag der Bahn zu einem Runden Tisch wies Weselsky zurück, erklärte aber, bei einem verbesserten Angebot jederzeit verhandlungsbereit zu sein.

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