Wenn Schlussstriche zur Mode werden ...braucht es linken Journalismus
Deshalb jetzt das »nd« unterstützen!
    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Ich habe bezahlt.

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login
  • Ich beteilige mich später
26.02.2011
Neben der Spur

Blitzzitate

Jirka Grahl berichtet für ND von den Nordischen Ski-WM in Oslo

Bild 1

Glauben Sie nicht, was in der Zeitung steht, geneigte Leser, oder zumindest: Bleiben Sie immer recht skeptisch, so wie Sie es sich bei schnöseligen Ministern oder freundlichen Wetteransagern eh schon angewöhnt haben.

Gestern stand ich im Auslauf des Midstubakken. Die Schanze oben lag im dichten Nebel, gerade war Adam Malysz auf 100,5 Meter in der Qualifikation gesprungen. Drei deutsche Reporter unterhielten sich mit Martin Schmitt. Eine Radiofrau, ein Agenturjournalist und ich.

Martin Schmitt war ganz zufrieden: Bei 98 Metern war er gelandet, das fand er ganz ordentlich. Ja und über eine Medaille brauche er sich keine Gedanken zu machen. Da gebe es ganz andere Favoriten. Ob man so erleichtert in den Wettkampf gehen würde, fragten wir? »Also ehrlich gesagt, wäre ich schon lieber der absolute Topfavorit und wäre hier im gelben Trikot angekommen mit einem Vierschanzentourneesieg im Rücken«, versuchte er es mit Humor, dann schnappte er sich seine Latten und stapfte davon.

Ich musste nun auch los und rempelte beim Umdrehen beinahe einen jungen Freiwilligen in Oslo2011-Klamotten an, der fleißig mitgeschrieben hatte. Ich stapfte ins Pressezentrum. Zufällig blickte ich noch einmal in den Flash-Quote-Dienst: Diese sogenannten Blitzzitate werden den Journalisten bei großen Sportveranstaltungen vom Organisator zur Verfügung gestellt, weil man nicht überall gleichzeitig sein kann. Und was stand da unter »Martin Schmitt (GER)«? »Ich verspreche, das ich es morgen viel besser mache!« Ich musste lachen. Der Volunteer vorhin war wohl nicht ganz sattelfest in Deutsch!

Kopfschüttelnd las ich weiter: »Michael Uhrmann (GER)« soll gesagt haben, Deutschland werde ein starkes Team im Mannschaftswettbewerb haben. Wirklich? Ein gewisser »Tomasz Byrt (POL)« wurde zitiert mit: »Ich will gewinnen!« Ein 18-jährige Nobody aus der Stadt Wisla! Na hoppla, ein echtes Blitz-und-Donnerzitat! Ich hoffe trotzdem, es steht heute nicht in der Trybuna!

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken