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Griechenland: Hungerstreik spitzt sich zu

25 Migranten bereits in Krankenhäusern

Athen (dpa/ND). Nach fünf Wochen ohne feste Nahrung hat sich der Gesundheitszustand der hungerstreikenden Einwanderer in Griechenland dramatisch verschlechtert. Insgesamt 25 von ihnen seien in den vergangenen drei Tagen mit Nierenversagen und Herzproblemen in Krankenhäuser gebracht worden, berichteten linke Organisationen am Montag. Trotzdem wollen die knapp 300 Einwanderer ihren Hungerstreik so lange fortsetzen, bis sie eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis erhalten. »Wir sind entschlossen: Entweder Aufenthaltserlaubnis oder Tod«, sagte ein Sprecher der Migranten im Radio.

Eine Lösung ist nicht in Sicht. Die griechische Regierung erklärte am Montag erneut, die Gesetze müssten eingehalten werden. Den Einwanderern wurde mit Rücksicht auf ihren Zustand eine sechsmonatige Verlängerung ihres Aufenthaltes angeboten. Zudem plane die Regierung, generell die Voraussetzungen zur Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis zu erleichtern. Statt 200 Arbeitstagen mit Einzahlung der Arbeitnehmer-Versicherungsbeiträge sollten künftig 120 Tage reichen, um ein weiteres Jahr in Griechenland bleiben zu dürfen, hieß es.

Die meisten dieser Einwanderer stammen aus Nordafrika und sind seit Langem in Griechenland. Sie hatten von Gelegenheitsjobs auf Kreta gelebt, fanden aber wegen der Krise keine Arbeit mehr.

Dieser Artikel gehört zu folgenden Dossiers:

  • Griechenland - Schuldenschnitt mit Konjunktiven

    Griechenland befindet sich am Rande des Staatsbankrotts. Der Ausstieg aus dem Euro droht wie ein Damoklesschwert. Die Regierungsbildung nach den Parlamentswahlen, bei der die Linke stark zulegte, aber auch Rechtsextreme profitierten, war erfolglos. Nun stehen dem Land weitere Neuwahlen bevor. Siehe auch: Dossier Finanzkrise
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