Markus Bernhardt 18.03.2011 / Inland

Unfreiwilliges Outing

Die NRW-Landesregierung ignoriert die Rechte HIV-infizierter Gefangener

Setzt die rot-grüne Landesregierung von Nordrhein-Westfalen die Politik ihrer schwarz-gelben Vorgänger im Umgang mit HIV-infizierten Gefangenen fort? Nicht nur die Deutsche Aidshilfe (DAH) sieht das so.

Die Linksfraktion im nordrhein-westfälischen Landtag hat die aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen bestehende Minderheitsregierung am Donnerstag erneut aufgefordert, endlich die Rechte von HIV-infizierten Gefangenen zu achten. Bereits seit dem Jahr 1987 werden HIV-Positive in den Justizvollzugsanstalten des bevölkerungsreichsten Bundeslandes genötigt, ihre Infektion gegenüber Mitgefangenen offenzulegen, wenn sie an den Gemeinschaftszeiten mit anderen Gefangenen – dem sogenannten Umschluss – teilnehmen wollen. Außerdem erscheinen bezüglich der Infizierten auf den PC-Bildschirmen der Justizangestellten die Worte »Blutkontakt vermeiden!«, was ein unfreiwilliges Outing der betroffenen Gefangenen als »HIV-Positiv« darstellt (ND berichtete).

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: