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20.03.2011

Höhere Wahlbeteiligung in Sachsen-Anhalt als 2006

Das sonnige Frühlingswetter scheint die Wähler in Sachsen-Anhalt animiert zu haben

Bis zum frühen Sonntagnachmittag gaben mehr Menschen ihre Stimme zur Landtagswahl ab als noch fünf Jahre zuvor. Damals erreichte die Wahlbeteiligung einen bundesweiten Negativ-Rekord.
Magdeburg (dpa/ND) - Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich eine deutlich höhere Wahlbeteiligung ab als noch 2006. Bis 14.00 Uhr gaben am Sonntag 28,5 Prozent der Berechtigten ihre Stimme in den rund 2350 Wahllokalen ab. Vor fünf Jahren waren es zum gleichen Zeitpunkt 20,1 Prozent gewesen. Damals lag die Wahlbeteiligung am Ende mit insgesamt 44,4 Prozent so niedrig wie bei keiner Landtagswahl in Deutschland zuvor. Rund zwei Millionen Sachsen-Anhalter sind seit Sonntagmorgen aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Die Wahllokale sind bis 18.00 Uhr geöffnet.

Derzeit regiert in Sachsen-Anhalt eine CDU/SPD-Koalition. Eine Fortsetzung ist laut letzten Umfragen problemlos möglich. Die SPD möchte mit dem derzeitigen Finanzminister Jens Bullerjahn aber gern selbst den Ministerpräsidenten stellen. Das wäre allerdings nur in einer Koalition mit den Linken möglich, die zudem beim Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz zwei den Kürzeren ziehen müssten. Bullerjahn hatte im Wahlkampf eine rot-rote Koalition als Juniorpartner abgelehnt.

In den Umfragen lag die CDU zuletzt mit 32 Prozent unangefochten vorn. Bei der Wahl 2006 erreichte sie 36,2 Prozent. Linke (2006: 24,1) und SPD (2006: 21,4) würden laut Umfragen jeweils auf 24 Prozent kommen. Die Grünen (2006: 3,6) könnten es diesmal ins Parlament schaffen. Sie sind dort seit 1998 nicht mehr vertreten. Die FDP (2006: 6,7) lag zuletzt bei 5 Prozent. Unklar ist, ob die rechtsextreme NPD den Einzug in das Parlament schafft.

Die Spitzenkandidaten gaben bis zum Mittag ihre Stimmen in ihren Heimatorten ab. Finanzminister Bullerjahn ging in Ahlsdorf gemeinsam mit seiner Frau zur Wahl. CDU-Spitzenkandidat Reiner Haseloff wählte gemeinsam mit seiner Familie samt Enkeln im Wittenberger Neuen Rathaus. Der Wirtschaftsminister will Nachfolger des scheidenden Ministerpräsidenten Wolfgang Böhmer werden, der aus Altersgründen nicht mehr antritt.

Der Spitzenkandidat der Linken, Wulf Gallert, ging in Magdeburg zur Landtagswahl. FDP-Spitzenkandidat Veit Wolpert ging im Ortsteil Rösa der Gemeinde Muldestausee an die Wahlurne, die oberste Wahlkämpferin der Grünen, Claudia Dalbert, in Halle.

In Magdeburg lag die Wahlbeteiligung um 14.00 Uhr bei 32,1 Prozent und damit noch über dem Landesschnitt, wie der dortige Wahlleiter Holger Platz sagte. Schon bei der Briefwahl seien rund ein Viertel mehr Stimmen abgegeben worden als 2006. In der Landeshauptstadt stimmten die Bürger am Sonntag zusätzlich zur Landtagswahl auch über den Wiederaufbau einer zu DDR-Zeiten gesprengten Kirche ab. In Halle, der größten Stadt Sachsen-Anhalts, lag die Wahlbeteiligung um 14.00 Uhr bei 30,6 Prozent.

Weitere Ergebnisse, Prognosen und Hochrechnungen heute nach Schließung der Wahllokale 18 Uhr.

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