Gemeinsam sind wir stark– linker Journalismus ist mir etwas wert!
    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Ich habe bezahlt.

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login
  • Ich beteilige mich später
Von Charlotte Noblet
25.03.2011

"Die Franzosen werden über die Kernenergie indoktriniert"

MOBILISIERUNG - Brest, Finistère

Brest

„Die Regierung hat sich dieses Mal nicht getraut, wie bei Tschernobyl über die radioaktive Wolke zu sprechen, bei der uns gesagt wurde, sie beträfe uns nicht und gelange nicht über die Landesgrenzen. Statt dessen wurden Zuckerbrot und Peitsche verwendet. Die Peitsche gebrauchte der Minister für Energie, Eric Besson, als er sagte, es sei „unschicklich" über Atomausstieg zu sprechen. Als Zuckerbrot hingegen wird den Franzosen immer wieder „die größte Transparenz" versprochen."

Christian Bucher aus der Bretagne erzählt, was für eine besondere Bedeutung die Atomfrage in Brest hat: „Hier sind die französischen strategischen Militärkräfte stationiert. Nicht weit entfernt befindet sich die Basis für die Atom-U-Boote Frankreichs. Auch für diesen Umstand wollen wir sensibilisieren. Aber es geht dabei auch um viele Arbeitskräfte und das macht es uns schwer."

Am 15. März sind 200 Personen zur Kundgebung gekommen, 100 Personen sind es am 20. März. Christian Bucher weiß, warum seine Aufrufe nur teilweise erfolgreich sind: „ Die Franzosen werden über die Kernenergie indoktriniert. Das fing mit De Gaulle an und geht heute mit der Militär- und Energie-Unabhängigkeit der Grande Nation weiter …"

Seit den Ereignissen in Fukushima mobilisieren sich in Frankreich Umweltorganisationen, Volksvertreter/innen und Bürger/innen. Sie bekunden öffentlich Solidarität mit dem japanischen Volk und fordern den Atomausstieg. Vor allem besteht das dringende Bedürfnis, eine Debatte über Energieerzeugung in „Nuklear-Frankreich" offiziell zu starten. Die Franzosen wollen ihre Energiepolitik wählen und bestimmen können.Die Reaktionen der französischen Regierung sind unbefriedigend, ihre Antworten auf die Forderungen sind ausweichend.Ich habe Aussagen von Anti-AKW-Kundgebungen-Veranstalter/innen aus vier Regionen Frankreichs gesammelt. An einem Tag habe ich mehr als 20 Antworten erhalten: Der Frust sitzt tief, es wird neidisch nach Deutschland geschaut. Die Hoffnung ist groß, dass sowohl die Anti-AKW-Bewegungen in Deutschland als auch die Energiepolitik Merkels die der französischen Regierung beeinflussen können.

Zurück zum Blog "(re)aktiv statt radioaktiv"

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken