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Von Dieter Hanisch, Kiel
31.03.2011

Stromtransfer durch die Nordsee

Zwei norwegisch-deutsche Projekte sollen die erneuerbaren Energien voranbringen

Wind oder Sonne sind keine beständigen Energielieferanten. Um Spitzen abzuführen und gegebenenfalls nötigen Bedarf heranzuschaffen, sollen jetzt zwei deutsch-norwegische Projekte die erneuerbaren Energien voranbringen.

Auch wenn die Idee älteren Datums ist, diesmal war es bei der Pressekonferenz des schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministers Jost de Jager (CDU) in Kiel richtig voll. De Jager stellte dort gemeinsam mit dem Geschäftsführer des staatlichen norwegischen Netzbetreibers Statnett, Auke Lont, den Stand des Stromtransfer-Projektes »Nord.Link« vor.

Dabei handelt es sich um ein 518 Kilometer langes Seekabel zwischen Büsum und Feda an der norwegischen Südküste, das 1400 Megawatt transportieren kann. Vom Kabel-Anlandeort Büsum wird es dann noch ein Erdkabel durch Dithmarschen bis zum Einspeisepunkt Brunsbüttel geben, wo ein Umspannwerk erstellt werden muss. Dieses steht in Norwegen in Tonstad. Die Stromrichtereinrichtungen werden nötig, weil der Landstrom als Wechselstrom fließt, durch das Seekabel aber nur Gleichstrom transportiert werden kann. Die Skandinavier beteiligen sich dabei mit ihren gespeicherten Wasserkraftkapazitäten. Ist der Strompreis in Deutschland höher als in Norwegen, fließt norwegischer Wasserkraft-Strom nach Deutschland.

Einen solchen Stromtransfer kennt Norwegen bereits mit drei Verbindungen nach Dänemark und einer Verkabelung in die Niederlande. Künftig will sich auch Deutschland einklinken, zumal mit höheren On- und Offshoreproduktionen kalkuliert wird und die Netze erweitert werden müssen. Das Projekt ist im Zusammenhang mit dem geplanten Verbund zwischen mehreren Nordsee-Anrainerstaaten bei der Vernetzung von Windparks mit Speicherplätzen zu betrachten, dem sogenannten »North Sea Supergrid«. Die Umweltorganisation Greenpeace rechnet für die Realisierung mit Kosten von rund 30 Milliarden Euro.

Allein die Trasse von »Nord.Link« soll 1,4 Milliarden Euro kosten. Dafür sucht Statnett jetzt einen Netzpartner, der auch investiert. Denkbar wäre, dass diese Rolle vom bisherigen niederländischen Statnett-Partner TenneT ausgeübt wird. Notfalls soll das Vorhaben aber auch alleine gestemmt werden, erklärte Lont. 2014 soll das Kabel auf dem Meeresgrund verlegt werden, 2017 soll der erste Strom durch die Leitung fließen. Eine Naturschutz-Bremse lauert in der Nordsee. Das Kabel würde etwa 200 Kilometer durch Natura 2000-Gebiete führen und noch einmal 30 Kilometer durch den Nationalpark Wattenmeer. Das Nationalparkgesetz erlaubt Kabel einzig für eine Versorgung der Inseln und Halligen. Nur wenn das öffentliche Gemeinwohlinteresse höher angesiedelt wird, kann das Nationalparkgesetz zurücktreten.

In Niedersachsen ist eine zweite deutsch-norwegische 1400 MW-Seekabel-Verbindung mit 620 Kilometer Länge vom norwegisch-schweizerischen Konsortium »NorGer« geplant, die 2016 betriebsbereit sein könnte.

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