Jürgen Engler 07.04.2011 / Literatur
Literatur

Das Gedicht als Schichtenkopf

Wilhelm Bartsch: »Gebrauchte Landschaft« – Mitteldeutschland

Walter Bauer, Dichter des mitteldeutschen Industriegebietes in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts und von Bartsch verehrt, schrieb in »Treibende Unruhe – Land der Herkunft«: »Immer war diese Landschaft offen, und viele kamen, andere wurden fortgedrängt, so verlor es nie die Unruhe, und Unruhe blieb das Zeichen des mitteldeutschen Landes ...« Auch Bartsch ist ein Dichter dieser Unruhe und der geschichtlichen, sozialen Turbulenzen. In sprachmächtigen Gedichten werden die De-Industrialisierung einer Region, die sozialen Verwerfungen, die Umgestaltung einer Landschaft ins Bild gesetzt. »Nun nennen sie das hier ringsum Neuseeland/ ins Südliche Schlachtfeld Napoleons und Ulbrichts/ kommt wieder nach Sachsen ein Vortrupp des Meers ...« (»Die Küste wächst im wüsten Raum«)

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