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Lötzsch: Gysi hat Fehler gemacht

Ernst will die LINKE breiter aufstellen

Berlin (dpa/ND). Die LINKE-Vorsitzende Gesine Lötzsch hat Andeutungen über eine Rückkehr Oskar Lafontaines in die Bundespolitik als Fehler kritisiert. Bundestags-Fraktionschef Gregor Gysi hatte sich am Donnerstag entsprechend geäußert. »Auch wenn Gregor Gysi mal einen Fehler macht, ist das kein Grund, mit ihm nicht mehr zusammenzuarbeiten«, wies Lötzsch im ZDF-»Morgenmagazin« zugleich Spekulationen über ein Zerwürfnis mit Gysi zurück. Die Partei müsse zwar weiter auf den ehemaligen Partei- und Fraktionschef Lafontaine setzen. Bei seinem Engagement vor den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg habe sich jedoch gezeigt, dass »sich mit Wahlkampf nicht alles machen lässt«, so Lötzsch.

In einem Interview im »Freitag« hat Parteichef Klaus Ernst das schlechte Wahlergebnis der LINKEN auf einen »nur gefühlten« Aufschwung, das Wirken von SPD und Grünen in der Opposition und den Westaufbau der Partei zurückgeführt, der den Wahlerfolgen hinterherhinke. Für die LINKE werde das »sozial denkende, aufgeklärte Bürgertum und gut Verdienende wichtiger, »denen Gerechtigkeit wichtig ist«. Es gebe das falsche Bild von der LINKEN als einer Partei, die sich nur um die Erwerbslosen, die Abgehängten sorgt. »Um diese Menschen geht es uns in besonderer Weise. Aber wir müssen deutlicher machen, dass wir in vielen Fragen die Interessen der Mehrheit vertreten.«

Siehe auch: Warten auf das Finale. Gastkommentar von Tom Strohschneider

Dieser Artikel gehört zu folgenden Dossiers:

  • Offene Fragen der Linken

    Der erste Entwurf eines Grundsatzprogramms der Partei DIE LINKE liegt seit vergangener Woche vor. Die nun begonnene Diskussion wird im November mit einem Programmkonvent ihren ersten Höhepunkt haben, eine Beschlussfassung des LINKEN-Programms ist für Herbst 2011 geplant.

    Neues Deutschland begleitet diese Debatte – in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung – mit einer eigenen Artikelserie. Sie erscheint jeweils in der Montagausgabe des ND.

    Nun ist angerichtet für eine streitfreudige Diskussion quer durch die Themen – auch zu Lücken, die die bisherigen Texte hinterlassen: in den kommenden Ausgaben des ND, jeweils montags, mit weiteren eingeladenen Autorinnen und Autoren und mit freien Wortmeldungen. Mehr

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9 Kommentare zu diesem Artikel

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  • hartbackbord2010, 08. Apr 2011 09:53

    Will Ernst die LINKE ins Schwarze Loch führen?

    Mit dem Ernst Zitat aus demND: "Für die LINKE werde das »sozial denkende, aufgeklärte Bürgertum und gut Verdienende wichtiger, »denen Gerechtigkeit wichtig ist«. " läßt sich dies wohl vermuten. Die Adsorbtion (kein Druckfehler!) der linksliberalen Wähler anzustreben, die die Implosion der FDP freisetzt, mag ja noch zu verstehen sein . Mit der Hinwendung zum "Aufgeklärten Bürgertum" ist aber unweigerlich ein sich rückwärts Wenden verbunden und den "gut Verdienenden" hinterher zu rennen führt in das Schwarze Loch, das der Implosion folgt.
    Hat denn Herr Ernst nicht gesehen, wie nahe sich das baden-würrtembergische Wahlergebnis der LINKEN dem aktuellen Umfrageergebnis der FDP findet? Und der Bundestrend gibt weiter nach. Die Attraktion des Schwarzen Lochs ist spürbar, sich darauf zu bewegen wird jedoch tödlich.

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  • JaneO., 08. Apr 2011 11:01

    vieleicht bin ich auch heute ein bissel doof

    ...aber ich lese hier heraus, dass es nicht genug Armut in Deutschland gibt und demzufolge nicht genug Wähler für die LINKEN?

    Und nun wird auf die verlohrene Wählerklientel der FDP gehofft?

    Aber vielleicht bin ich ja heute wirklich ein bissel doof..........

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  • drhwenk, 08. Apr 2011 11:04

    Zunahme der Wechselwähler im Westen, daher die höhere Bedeutung der gebildeten, artkulierenden Schichten

    Zunächst zahlt Gesine Lötzsch mit exakt gleicher Formulierung(?) die Kritik Gysis an ihr zurück. Nun, im Wahlkampf, der zur Zeit dauernd läuft, sind solche Kritiken, wie sie Gysi an ihr geäußert hatte, nun wirklich nicht hilfreich. Zumal die Tendenz, intellektuell unredliche medienmanipulatorische Vorwürfe, wie sie vom Hochjubeln Gaucks, der Verteufelung mit einem Zitat der Präsidentkandiatin Jochimsen, der abstrusen Kritik eines "angeblich" zu großen Wohlstandes des Vorsitzedenen Ernst innerparteilich ein wenig zu "teilen" (im platonischen Sinne der Teilhabe an der "Idee") doch ILLOYAL und parteischädigend ist.
    Diese Medienvorwürfe dienen am besten als Material für den Schulunterricht für die perfideren Weisen der Techniken der Manipulation in Medien und von gegnerischen Politikern. Es gibt in den Medien allzuviele davon, nicht nur bezüglich die LINKEN, aber da besonders.
    "Gebt dem Hund einen schlechte Namen und dann hängt ihn auf" wussten schon die ältestvorderen Sufis diese Techniken zu durchschauen.

    Das traumatisierende "Einkassieren" der GRÜNEN ins Sozialabbau und Arbeitgeberwirtschaftslager sowie die regelrechte Sabotage von linken Wahlsiegen, am deutlichsten in der Ypsilanti Sabotage mittels CDU Ubooten in der SPD mit Unterstützung der rechten SPD Kanalarbeiter- Beton(auch AKW Beton) Fraktion sollte doch als warnendes Beispiel dienen.

    Der ostentative Nichtgebrauch und Missbrauch linker Mehrheiten von SPD und GRÜNE zu extremer Arbeitgeberpolitik, antisozial und antiökologisch,
    sowie Dienstbarmachung des Staatsapparates zu je eigenen Zwecken,
    kann kaum jemanden politisch etwas mehr Interessiertem verborgen geblieben sein.

    In Stuttgart hat Trittin von den "offiziellen" Vertrerter der Demonstranten eine Torte auf seinen Anzug geworfen bekommen, um Trittins "Nichtvertetung" und die Distanz zu den GRÜNEN auszudrücken, Es nütz nichts. Sttuttgart 21 wird den GRÜNEN gutgeschrieben. So falsch können Schlangen, glaube ich, gar nicht sein.

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  • Bernd.Kudanek, 08. Apr 2011 12:06

    Offener Brief an Gesine Lötzsch

    Liebe Frau Lötzsch,

    auch wenn ich nicht (mehr) Mitglied der PDL bin, verfolge ich doch sehr aufmerksam das Geschehen um und in der Partei Die Linke. Ihre öffentlichen Verlautbarungen und Interviews, z. B. gerade im heutigen Tagesspiegel, finden im Gegensatz zu denen des derzeitigen Fraktionsvorsitzenden der PDL eigentlich immer meine höchste Anerkennung und Respekt. Es ist wohltuend, statt bloße, oft irritierende Dampfplaudereien von "Gregor", die Sie im TS mit "Spieltrieb" noch sehr freundlich umschreiben, vor allem von Ihnen kluge und vernünftige Aussagen in den Medien, insbesondere in denen der PDL eher übelwollenden, zu lesen. Nicht nur ich finde, Sie wachsen immer mehr in die verantwortungsvolle Aufgabe einer Parteivorsitzenden hinein. Das heißt ja nicht, daß nicht noch stetige weitere Steigerungen möglich wären. ;-)

    Ich dachte, angesichts der innerparteilichen Heckenschießereien gewisser Funzionäre gegen Sie würde Sie ein Lob von "außerhalb" freuen, auch wenn es von jemandem kommt, der zu den "10% Spinnern" gehört, welche Die Linke, sprich Gysi, nicht haben will. Siehe auch www.carookee.com/forum/freies-politikforum/19/Die_Glosse_zur_Glosse.23673572.0.01105.html - na ja, vielleicht ist ja auch da der Spieltrieb mit ihm durchgegangen? Viel Spaß beim Lesen, so Sie denn dafür Zeit finden. ;-)

    VENCEREMOS!

    Beste Grüße
    Bernd Kudanek alias bjk
    freies-politikforum.carookee.com

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  • Rotspoon, 08. Apr 2011 15:35

    Hühnerhof

    Nun hacken sie wieder aufeinander ein, die Hähne und Hühner im Obergeschoß des linken Hühnerstalls. Und wenn sie nicht hacken, dann krähen sie, auch die Hühner, zum Fenster hinaus. Es ist aber nicht der pure Übermut . Es ist der Frust: Es fehlt ihnen eine unique selling proposition.

    • Permalink

  • Rotspoon, 08. Apr 2011 15:41

    Aber Dr. Wenk

    Schlangen sind nicht falsch. Sie gucken bloß so irretierend.

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  • Rotspoon, 08. Apr 2011 16:05

    Auf Schwarze Löcher bewegt sich der Ernst nicht zu!

    In Schwarze Löcher wird mensch "schlupp" eingesogen und weg isser der Ernst. Aber wann?

    • Permalink

  • hartbackbord2010, 08. Apr 2011 16:31

    Re: Auf Schwarze Löcher bewegt sich der Ernst nicht zu!

    Buhlen ums Bürgertum bringt Rechtsruck. Was wir brauchen ist Linksdruck.
    Und um im intergalaktischen Bild zu bleiben: Wenn Ernst mit dem linksliberalen Bürgertum zum Roten Riesen werden will, muss man wissen: dies ist eine sterbende Sonne. Und raus kommt ein Weißer Zwerg.

    • Permalink

  • drhwenk, 09. Apr 2011 12:38

    Re: Aber Dr. Wenk - Mit vielen Leben bezahlte Metapahorik

    Die SChalnge spielt nicht nur in de Gegesis der Bibel,bei Adam und Eva, sindrn auch bei denandeen Großkultiurem eine riesige Rolle. Es gehört zur "NaturvegessnehiR ,d as die fastüebrll vorkomenden SChalngenunter Kontrolle zu bekommen, jahundertausned Jahre lang ein Probelm auf Leben und Tod war.
    Der Ausdruck "falsch Schalnge" drückt die Harmslosgjkeit dei eingerollten Schlange aus, die es sich "scheinbar" gemütlich macht, um dann unangekündigt in einem aufmerksamen Moment zuzuschnappen.

    So ähnlcih ist es mit "Meinungen" im direkten Widerspruch zu den asmselsigen "Fakten", die ganz massiv unters Volk als Wahlkampf gebracht werden.

    Leider sind die meisten Kanninchen, die auf die Schlange zurückstarren, im Bestreben das "schnelle Zuschnappen" iregendwie abfangen zu können, hinterher doch tot. Insofern ist diese Metaophorik etwas irreführend.

    Der Wähler scheint mir auch viel "Naturvergessenheit" seiner natürlichen Bedürfnisse und den Zusamnhang, wer wirklich einen Atomasstieg nach Ankündigung machen würde und wer nicht unter der Naturvergessenheit realer Warheiten und Einschätzungne zumachen. Die LINKEN wäre da etwas ksonsequenter als die GRÜNEN, unkorrumpierbarer.


    Grabenkämpfe sollte sich hinter den Kritiken in der LINKEN den doch nicht vebergen.
    Der "Ernst" der "Naturerinngerung", auch der eigenen und der Mitmenschen, auch in Hibnblick auf die Auswahl des Wesentlichen und des wesentlichen Gesichtspunktes ist schon bei den berichterstattenden Medien nicht egeben.
    Wie ich schon schrieb, amüsieren wir uns zu politischen Tode.

    • Permalink

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