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06.05.2011
Meine Sicht

Lehrreich

Klaus Joachim Herrmann zur Topographie des Terrors

Weit mehr als eine halbe Million Besucher zählte in dem bisher nur einen Jahr seines Bestehens das neue Dokumentationszentrum Topographie des Terrors. Das belegt, dass diese Stadt für die Berliner und für ihre Besucher nicht nur unterhaltsam, sondern auch lehrreich ist. Dorthin, wo einst die Terrorzentralen von Gestapo, SS-Führung und Reichssicherheitshauptamt standen, geht man ja nicht einfach so und schon gar nicht zum Vergnügen.

Doch zur deutschen Geschichte gehört eben solch ein »Ort der Täter«, und gerade dies ist auch die Besonderheit des Areals an der Niederkirchnerstraße. Hier wirkt die Stätte und wird nicht aufgetragen, hier herrscht Nüchternheit. Detaillierte Information über den Nazismus ist die vielleicht wirksamste Aufklärung. Dokumentationen, Wissen und Kenntnis sind die wohl wirksamsten Mittel gegen Täuschung und Verlockung.

Hier gibt es all das. Neben der Authentizität des Ortes erwächst daraus die Anziehungskraft des Dokumentationszentrums. Lehrreich ist nicht nur die Geschichte. Lehrreich ist eben auch der kluge Umgang mit ihr in der Topographie des Terrors.


Topographie des Terrors verbucht 600 000 Besucher

(dpa). Im ersten Jahr seit der Eröffnung des Berliner NS-Dokumentationszentrums Topographie des Terrors haben 600 000 Menschen das Museum am Ort der Täter besucht. Das Haus gehöre damit zu den meistbesuchten Erinnerungsorten in der Hauptstadt, teilte die Stiftung Topographie des Terrors am Donnerstag mit. Das Museum steht auf dem Gelände der einstigen Zentralen von SS und Gestapo. Die Dauerausstellung zeichnet die Geschichte der Schreckensherrschaft nach und zwingt zur Auseinandersetzung mit den Tätern.

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