|
Der Flyer zum Kongress.
Foto: www.jenseits-des-wachstums.de/
|
Es ist längst ein Gemeinplatz, dass das ökonomische Wachstumskonzept an seine Grenzen gestoßen ist. Doch was kann aus dieser Sackgasse führen Erstmals führt eine Veranstaltung die unterschiedlichen Debatten dazu zusammen: der Attac-Kongress »Jenseits des Wachstums?!« vom 20. bis 22. Mai in Berlin Mehr
Dieser Beitrag beschäftigt sich meiner Meinung nach allenfalls mit einem winzigen Teilaspekt der Problematik, und das auch noch aus einer zweifelhaften Perspektive: nachhaltig produzierte, haltbare Produkte gibt es doch, nur wer kann sie bezahlen? Die Verfügbarkeit von Konsumartikeln aller Art, vom Fahrrad bis zum Auto, vom Handy bis zum Flachbildschirm, für die breite Masse setzt eben Preise voraus, die diese auch zahlen kann. Sagen sie doch dem Hartz-IV-Empfänger mal, dass er nicht die billigen Schuhe vom Discounter für 50 Euro, sondern die vom Schumacher für 500 Euro kaufen soll, die würden entsprechend länger halten und entsprechend weniger Ressourcen verbrauchen. Dafür müsste der dann 3 Monate lang das Essen einstellen. Dann braucht er die Schuhe allerdings nicht mehr. Oder in den 3 Jahren, die er darauf anspart, barfuss laufen!
Für den typischen grünen Oberstudienrat, der seinen Bedarf an nachhaltigen Produkten bei Manufactum deckt, sieht das natürlich anders aus. Sein Gewissen ist beruhigt; während seine gewählten Abgeordneten dem Hartzer strikte Konsumdiät verordnen. Und wenn er dann demnächst auch noch im Elektroauto zum Dienst fährt, ist für ihn die Welt schon fast gerettet!
Lieber Graureiher,
es muss doch nicht gleich Manufactum sein. Jeder, und ich spreche hier aus eigener Erfahrung kann im Rahmen seiner eigenen finanziellen Möglichkeiten bewusst konsumieren.
Die Personen von denen ich lerne, wie das funktioniert bzw. die bewusstes Konsumieren vorleben, haben teilweise noch weniger als ein Hartz IV Empfänger zum Leben. Für mich ist das eher eine Frage der persönlichen Haltung gegenüber dem Konsum, den eigenen materiellen Bedürfnissen und zweitrangig erst dann eine Frage der finanziellen Mittel, auch wenn diese nicht zu unterschätzen ist.
Beste Grüße
Es macht einen Riesenspaß, wenn man nicht konsumiert, obwohl man könnte. Ein gewisser Hang zum Masochismus ist da ganz hilfreich. Aber solche Freuden kann ein HartzIV-Empfänger nicht nachfühlen. Wir sehn uns morgen bei attac!
Der ganze ökologische und ökosoziale Rummel, der SCHEINBAR so kapitalismuskritisch mit seiner unverdaulichen Wachstumsdebatte daher kommt, bräche zusammen, wenn seine fiktiven Hauptsäulen, die da sind Treibhauseffekt, Ressourcenknappheit und Umweltzerstörung, als dreiste Lügen entlarvt wären.
Das Ziel des Unternehmens ist klar: Mensch soll akzeptieren, das Kapitalismus nachhaltig und zukunftsfest gestaltet werden muß.
Askese, Sparen, Anspruchslosigkeit, Gürtelengerschnallen heißen die Parolen. Wer A wie Alternative Energie sagt, muß auch Z wie Zahlen akzeptieren.
Leute,seid wachsam! Die Ökofuzzies von rechts bis links wollen uns im Auftrag von DENENDAOBEN weichklopfen.
Von dem Supergipfel, der ursprünglich als gemeinsames NATO- und G8-Treffen in Chicago geplant war, nahm die US-Regierung schnell wieder Abstand.
Die Proteste wären wohl aus dem Ruder gelaufen. An diesem Wochenende tagen die Vertreter der G8-Länder in einer militärisch abgeschirmten Sperrzone in Camp David in der Nähe der US-Hauptstadt. Die NATO-Strategen halten dagegen Chicago in Atem. Von dort berichtet Max Böhnel über die internationale Gegenkonferenz namens „NATO Free Future“, zu der auch Vertreter der deutschen Friedensbewegung anreisen. Am Sonntag soll als Höhepunkt gegen den Willen von Stadtverwaltung und Polizei eine Grossdemonstration gegen das Militärbündnis stattfinden.
Blog von Marcus Meier: Welche Chancen erwachsen aus technischen Innovationen - für eine soziale und umweltfreundliche Gesellschaft, für mehr Demokratie, für ein rationaleres Wirtschaftssystem? Wo verhindern kapitalistische Mechanismen den technischen Fortschritt oder den fortschrittlichen Technikgebrauch? Wie, wo und warum generiert der Kapitalismus schlicht Fortschrott? Das sind die Fragen, die das neue nd-Weblog "Linke und Technik..! Fortschritt, Fortschrott und die Folgen " beantworten will. Autor Marcus Meier ist übrigens beides: Technikfreund und Technikskeptiker.
Hausblog: Aus dem nd über das nd: In unserem Hausblog halten wir Sie über alles berichtenswerte aus Redaktion und Verlag auf dem Laufenden.

Marcus Meier ist Journalist und arbeitet zu den Themen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Für das nd schreibt er seit Oktober 2009 regelmäßig – und meist zu NRW-Themen. Meier betreibt Das SPRUSKO-Prinzip, ein Weblog »zur Kritik des Ramsch-Kapitalismus«. Er lebt und arbeitet in Bochum. Seine Webseite: www.marcusmeier.de.

Max Böhnel lebt seit dreizehn Jahren in der Nähe von New York und berichtet als freier Journalist für deutschsprachige Radiosender, Print- und Internetmedien, unter anderem auch für nd.
Werbung:
Werbung: