Krieg, Waffenlieferungen, Ausbeutung Fluchthelfer sind nicht das Problem.
Linker Journalismus gegen (geistige) Brandstifter.
Jetzt das »nd« unterstützen!
    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Ich habe bezahlt.

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login
  • Ich beteilige mich später
Von Martin Ling
23.05.2011

Klare Absage an potenziellen Green New Deal

Leere Bäuche können nicht schrumpfen, sie müssen sich füllen! Dieses Bild beschreibt treffend die Fragestellung der Podiumsdiskussion »Jenseits des Wachstums: auch im globalen Süden?« Die Antwort fiel eindeutig aus: Sowohl im Norden als auch im Süden muss grundlegend mit der kapitalistischen Produktionsweise gebrochen werden.

Wachstumsverzicht steht für die Regierungen des Südens – auch für die Linksregierungen Südamerikas – nicht auf der Agenda. Ein »Jenseits des Wachstums« spielt in der praktischen Politik noch keine Rolle, wenngleich in der politischen Rhetorik sehr wohl die Grenzen des Wachstums und die Auswüchse der kapitalistischen Produktionsweise gegeißelt werden und in Ecuadors neuer Verfassung sogar die Natur als Subjekt, das Rechte hat, verankert ist. Ein großer Fortschritt auf dem Papier, über dessen Umsetzung in Ecuador zwischen den traditionellen Vertretern des fossilen Entwicklungsmodells und den Vertretern des »Buen Vivir« (Guten Lebens) heftig gestritten wird.

Statt Streit gab es auf dem Podium »Jenseits des Wachstums: auch im globalen Süden?« Übereinstimmung zwischen dem politischen Aktivisten Vishwas Satgar aus Südafrika und der Umweltschützerin Esperanza Martínez aus Ecuador. Ob der Süden das moralische Recht hat, dem kapitalistischen Wachstumspfad zu folgen, ist für Satgar und Martínez unerheblich: Kapitalistische Entwicklung ist zerstörerisch und der Grüne Keynesianismus nur eine »Mutation«, die keine strukturelle Lösung bringt, waren sich beide einig. Eine eindeutige Antwort, wie der Übergang in eine Postwachstumsgesellschaft zu bewerkstelligen sei, blieben sie eingestandenermaßen schuldig. An solchen Antworten müsse man weiter arbeiten, so Satgar, der Bausteine wie Solidarische Ökonomie, die Natur als Rechtssubjekt und eine kulturelle Revolution weg vom Konsumismus benannte.

Martínez sieht das ähnlich und nannte die Yasuní-ITT-Initative als ein Beispiel dafür, die kapitalistische Logik zu durchbrechen. Ecuadors Regierung ist bereit, auf die Förderung von Öl in einer der artenreichsten Regionen der Welt zu verzichten, wenn Kompensationsgelder fließen. Von den bis Ende 2011 erhofften 100 Millionen US-Dollar sind bisher nur 1,6 Millionen auf dem Treuhandkonto eingegangen. Für Martínez muss das Öl unabhängig von der Kompensationsfrage im Boden bleiben und sie sieht laut Umfragen 70 Prozent der Ecuadorianer dafür auf ihrer Seite. Deswegen fordert sie eine Volksabstimmung über Yasuní-ITT, die von der Regierung Correa noch nicht zugesagt ist. »Wir müssen verrückt sein, um den Irrsinn des Kapitalismus zu durchbrechen«, ist Martínez überzeugt. Beim Attac-Kongress traf sie damit auf Zustimmung. Bei Präsident Rafael Correa dürfte das weit schwieriger sein.

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken