27.05.2011

Was ein Mindestlohn von 8,50 EUR bringen würde

Die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns hilft nicht nur Geringverdienern, sondern entlastet auch Staatshaushalt und Sozialkassen. Eine Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung beziffert die möglichen Entlastungen bei einem Mindestlohn von 8,50 Euro, wie ihn die Gewerkschaften fordern, mit 7,1 Milliarden Euro im Jahr – vorausgesetzt, die Beschäftigung ist konstant. Bei einem solchen Mindestlohn erhielten nach Berechnung der Forscher bundesweit 5 Millionen Beschäftigte ein höheres Arbeitsentgelt. Ein sehr niedriger Mindestlohn von 5 Euro würde dagegen das Entgelt von immerhin noch 1,2 Millionen Erwerbstätigen anheben, bei 7,50 Euro profitierten 3,6 Millionen Arbeitnehmer. Ein Lohnminimum von 10 Euro ermöglichte 7,7 Millionen Menschen einen höheren Verdienst, so die Rechnungen. Die höheren Einnahmen für die Staatskassen ergeben sich aus den damit verbundenen höheren Steuereinnahmen.

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