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Von Stefan Otto
28.05.2011

Eine Bühne für Diskussionen

Eindrücke vom Fest der Linken: Wege in die Zukunft skizziert

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Der russische Schachgroßmeister Artur Jussupow spielt Simultanschach gegen Besucher des Pressefestes.

Die ersten Besucher auf den Bänken lasen die Zeitung und tranken Kaffee. Das Fest der Linken ging gemächlich los. Der Briefträger drehte seine Runde über den Hof der Berliner Kulturbrauerei; ein Gemüseverkäufer bietet Tomaten und Gurken aus dem Oderbruch an.


Doch am Nachmittag, als über die europäische Krise diskutiert wurde, füllte sich der Hof. In Spanien grassiert die Arbeitslosigkeit; Griechenland ist vor dem Staatsbankrott. Die Unzufriedenheit ist groß. Der europäische Traum bleibe aus, weil er eine neoliberale Idee sei, stellte Francis Wurz, der ehemalige Vorsitzende der Fraktion NGL/GUE im Europaparlament fest. Aber improvisierte spanische Protestverhältnisse herrschten nicht auf dem Fest. Das Fest der LINKEN verläuft mit wohlorganisierten Diskussionen auf den Bühnen.


Während der Schachgroßmeister Artur Jussupow hinter dem Rambazamba-Theater seine ersten Partien gegen ein ganzes Dutzend von Gegnern antrat, nahmen die ND-Redakteure Gabriele Oertel und Wolfgang Hübner ihre LINKEN-Gesprächspartner in die Zange: „Fiese Fragen! "Beim ND werde er „mehr gegrillt als beim ‚Stern' oder ‚Spiegel'", konstatierte der Bundestagsabgeordnete Ulrich Maurer, als es um eine Analyse das schlechte Abschneiden der LINKEN bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg oder Rheinland-Pfalz ging.


Helmut Holter, Spitzenkanditat in Mecklenburg-Vorpommern, bleibt dennoch optimistisch: "deutlich über" 20 Prozent will er bei den Wahlen im September erreichen. Maurer warnt davor, sich dem Zeitgeist zu beugen. Die LINKE solle sich weiterhin um ihre Kernthemen widmen: „Das ist die soziale Frage. Und wir bleiben eine konsequente Antikriegspartei."


Der Bundespolitiker verriet, wo er mit den Bürgern ins Gespräch komme: Beim Discounter um die Ecke in Berlin-Köpenick. Zurzeit sei die Entscheidung, ob man auf deutsche oder auf spanische Gurken setzt, lebenswichtig, weiß er. Der Gemüsehändler bekam die Furcht zu spüren. In dreieinhalb Stunden hat er nur vier Gurken verkauft – obwohl sein Gemüse aus der Region kommt.

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