Anna Maldini, Rom 04.06.2011 / Ausland

Noch eine Tragödie im Mittelmeer

Innenminister Italiens greift Regierung Maltas an

Trotz einer dramatischen Rettungsaktion sind nach dem Kentern eines Flüchtlingsschiffs vor der tunesischen Mittelmeerküste bis zum Freitagnachmittag 123 Tote an Land gebracht worden. Dies erklärte ein Vertreter des tunesischen Roten Halbmonds am Freitag gegenüber AFP. Das Mittelmeer wird mit dem Krieg in Libyen immer mehr zu einem Massengrab.

Das Boot mit den Flüchtlingen war in Libyen ausgelaufen, an Bord befanden sich jedoch vor allem Menschen aus Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste), Kamerun und asiatischen Staaten, vor allem aus Pakistan. Ob die »Passagiere« tatsächlich in Libyen lebten und arbeiteten, weiß man nicht. Jedenfalls hieß ihr Ziel Europa, wo sie eine Zukunft ohne Elend und ohne Krieg finden wollten. Vor der tunesischen Insel Kerkennah geriet das Schiff in Seenot. Da das Meer in Ufernähe sehr flach ist – so rekonstruierten die Behörden in Tunis den Fall – konnten die tunesische Marine nicht sofort eingreifen, zunächst mussten einige kleinere Rettungsboote klar gemacht werden. Als die am Ort des Geschehens eintrafen, brach unter den Flüchtlingen wohl Panik aus, und das Boot kenterte: Etwa 580 Menschen konnten gerettet werden, zwei verstarben kurz darauf, die anderen verschwanden in den Wellen.

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