Klaus Bellin 10.06.2011 / Kultur

Weltgericht in Wien

Der Mann, der die »Fackel« schrieb: Eine Erinnerung an Karl Kraus

Karl Kraus um 1910

Die Stadt erwachte und sah rot. »Einen solchen Tag», schrieb der Jurist und Publizist Robert Scheu nach zehn Jahren, »hat Wien nicht wieder erlebt.« Überall, auf den Straßen, in den Bahnen, im Park, in den Cafés lasen die Leute an diesem 1. April 1899 in einem roten Heft, das anders war als alle Blätter, die man sonst haben konnte. Ein junger, in allen praktischen Fragen vollkommen unerfahrener Mann hatte, beraten von Maximilian Harden, dem Herausgeber der »Zukunft«, und vom Vater mit der nötigen Finanzierung unterstützt, eine gesellschaftskritische Zeitschrift gegründet: »Die Fackel«. Ihr Programm stand schon im Vorspruch: »kein tönernes ›Was wir bringen‹, aber ein ehrliches ›Was wir umbringen‹ hat sie sich als Leitwort gewählt.«

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