Beim Karneval der Kulturen in Berlin gab es am Pfingstsonntag alles, was 96 Gruppen mit rund 4700 Mitgliedern aus 70 Nationen zu bieten haben.
Foto: ND/Klaus Herrmann
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Das war nichts für Eilige. Waltraud Basenz aus Stuttgart wollte nur mal kurz schauen. »Ich bin das erste Mal in Berlin, nun stehe ich hier schon drei Stunden«, klagt die Frau an der Hasenheide fröhlich. Vielleicht war sie nach neun Stunden immer noch da. So lange dauerte am Pfingstsonntag der große Umzug beim 16. Karneval der Kulturen. 750 000 Zuschauer wurden laut Veranstalter angelockt. Wohl alle Farben dieser Welt wurden zum Höhepunkt des viertägigen Multi-Kulti-Festes im Stadtteil Kreuzberg geboten. Bunt waren die Kostüme, die Gesichter auch, ebenso die Fahrzeuge und Darbietungen, die Ideen allemal. Geriet der lange Zug ins Stocken, gab es Extravorstellungen. Natürlich Samba, Spagat von Zirkusmädchen, große Sprünge von Hüpfern auf Federbeinen – einfach alles und mehr. Berlin war Schauplatz eines prächtigen, lautstarken und mitreißenden Festivals.
Da gab es alles, was 96 Gruppen mit rund 4700 Mitgliedern aus 70 Nationen zu bieten haben. Bei den Gesamtformationen sah die Jury »Comparsa Chamanes e.V.« vor »Der ungarische Schnurrbart« und »Kidz 44 – Wir sind Neukölln!!!«.
Quasi zum Aufwärmen war am Vortag der Kinderkarneval der Kulturen mit hunderten Teilnehmern zum großen Kinderfest in den Görlitzer Park getanzt.