Jürgen Reents 25.06.2011 / Debatte

Facetten einer Nötigung

Die LINKE, der Antisemitismus und der Nahost-Konflikt

Karikatur aus der israelischen Tageszeitung »Ma'ariv«, 1984

Es begann mit 16 Blatt Papier, auf denen die Autoren Sebastian Voigt und Samuel Salzkorn ihre Behauptungen ausbreiteten, dass in der Linkspartei antisemitische Positionen »immer dominanter« würden und »der antizionistische Antisemitismus« in der LINKEN »zu einer weitgehend konsensfähigen Position« geworden sei. Der zuerst von der »Frankfurter Rundschau« (18. Mai) als »Studie« vorgestellte Text war hinsichtlich seiner Behauptungen völlig belegfrei, hatte allerdings – das hätte von vornherein auffallen dürfen – keinen wissenschaftlichen, sondern einen rein ideologischen Zweck: Überschrift »Antisemiten als Koalitionspartner?«, Schlusssatz: »Antisemiten können keine Koalitionspartner sein.« Als politisches Pamphlet war er so geradezu prädestiniert, von Union und FDP im Bundestag in einer Aktuellen Stunde (25. Mai) gegen die Linkspartei eingesetzt zu werden, dabei auch SPD und Grüne gegen etwaige missliebige Farbenspiele zu domestizieren.

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