Ines Wallrodt 28.06.2011 / Inland

Hart, weich oder gar nicht?

Darf man Israel boykottieren – das ist in der deutschen Linken umstritten. Die Erinnerung an die NS-Zeit ist zu stark

Die Linksfraktion im Bundestag hat ihren Mitgliedern und Mitarbeitern verboten, sich an Boykottaufrufen gegen israelische Produkte zu beteiligen. Bis dahin war vielen Linken in und außerhalb der Partei gar nicht bekannt, dass es eine Kampagne mit dem Kürzel BDS – Boykott, Desinvestition, Sanktionen – überhaupt gibt. Und die davon wussten, etwa in der Friedensbewegung, verfuhren in der Mehrheit nach dem Motto: nicht mitmachen und nicht drüber reden, dann gibt es weniger Ärger. Der Grund für die Zurückhaltung ist einfach. »Boykottiert israelische Produkte« weckt Assoziationen an die antisemitische Kampagne der Nazis »Kauft nicht bei Juden!« Die Kampagne könnte Antisemitismus befördern, so die Befürchtung.

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