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Von Antje Stiebitz
02.07.2011

Atomwaffenfreiheit als Ziel

In Berlin berät die 59. internationale Pugwash-Konferenz

Rund 300 Wissenschaftler diskutieren seit Freitag auf der Pugwash-Konferenz im Auswärtigen Amt in Berlin internationale Fragen der nuklearen Abrüstung.

Für die Teilnehmer der 59. Pugwash-Konferenz begannen gestern »fünf intensive Tage der Diskussion«, wie es Paolo Cotta-Ramusino, der Generalsekretär der Friedensorganisation, ausdrückte. In den kommenden Tagen wird eine Mischung aus Wissenschaftlern, Experten und Entscheidungsträgern aus 43 Ländern im Auswärtigen Amt den Dialog üben. Auf der Agenda stehen globale Fragen der nuklearen Abrüstung und internationalen Friedenssicherung. Zunächst wurde vor allem das Verhältnis zwischen Europa, Russland und den USA thematisiert. Am Wochenende finden akute Konfliktregionen wie der Nahe Osten und Südasien besondere Beachtung.

In der Ära der Globalisierung, erklärte Außenminister Guido Westerwelle, sei es nötig, freiere und offenere Gesellschaften zu fördern. Der größere Respekt vor Freiheit, Demokratie und Recht sei die Grundlage für eine friedliche Zukunft der Weltgemeinschaft. Immerhin habe der Abrüstungsprozess nach zehn Jahren Stagnation eine solide Grundlage gefunden, zeigte sich Westerwelle erfreut und verwies auf die Konferenz der Nichtverbreitung von Atomwaffen in New York 2010, die Streumunition-Konvention, den START-Vertrag zwischen Russland und den USA und das strategische Ziel der NATO einer Welt ohne Atomwaffen.

Gar so optimistisch ist Jennifer Allen Simons, die Präsidentin der gemeinnützigen Simons Foundation, nicht. Sie machte darauf aufmerksam, dass der Kalte Krieg zwischen Russland und dem Westen noch nicht gänzlich beendet sei. Durch die Erweiterung der NATO ergäben sich Spannungen. Außerdem erinnerte sie an die gewaltige Anzahl von Waffen, die noch in Europa stationiert sind. Am Ende ihrer Rede stellte Simons vor allem Fragen in den Raum: Wie sehen die Bedrohungen für Europa aus, die eine nukleare Reaktion nötig machen? Und warum kann Europa eigentlich keine von Nuklearwaffen freie Zone sein?

Problematisiert wurde von vielen Rednern das führungslose Europa, das nicht als Einheit handeln kann. Wer sei befähigt, für Europa zu sprechen, fragte Egon Bahr, der als »Architekt der Ostverträge« gilt.

Die Gesamtzahl der Waffen würde zwar aufgrund der Abrüstungsbemühungen Russlands und der USA sinken, dafür steige ihre Zahl in anderen Ländern aber an, gab der ehemalige britische Verteidigungsminister Lord Browne of Ladyton zu bedenken. »Neben den existierenden Nuklearstaaten müssen wir außerdem einer weitere Verbreitung in Länder wie Iran oder in den Mittleren Osten befürchten«, ergänzte er.

Es zeichnet sich eine Menge Diskussionsstoff für die Teilnehmer der traditionsreichen Pugwash-Konferenz ab, die in öffentlichen Sitzungen und einer Reihe Workshops stattfindet.

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