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Von Martin Ling 05.07.2011 / Nord-Süd

Afrikanische Hungersnot mit Ansage

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Die Kombination ist verheerend und oft tödlich: hohe, teils spekulationsgetriebene Lebensmittelpreise und extreme Wetterereignisse wie Dürren und Fluten. Beides trifft zuvorderst die Ärmsten der Armen. Am Horn von Afrika sind nach UN-Angaben derzeit mehr als zehn Millionen Menschen durch die schwerste Dürre seit 60 Jahren vom Hunger bedroht. In Ländern wie Dschibuti, Äthiopien, Kenia, Somalia und Uganda, die schon in normalen Zeiten mit Unterernährung zu kämpfen haben.

Und auch diese Hungerkrise kommt mit Ansage: Schon im Februar wurde vermeldet, dass in Ostafrika wegen der Dürre mit einem Ausfall der Maisernte gerechnet werden müsse – Mais ist das wichtigste Nahrungsmittel in den meisten ostafrikanischen Staaten.

Dürren und Fluten gibt es seit Menschengedenken, doch es ist ein empirischer Fakt, dass ihre Häufigkeit durch den Klimawandel zunimmt, denn die Welt wird heißer und feuchter. 2010 war neben dem Jahr 2005 das weltweit wärmste Jahr seit Messbeginn und zugleich das niederschlagsreichste – 2011 mit den Fluten in Australien, Lateinamerika und China und nun der Dürre in Ostafrika könnte 2010 noch übertreffen.

Das Szenario für die kommenden Jahre scheint vorgezeichnet: massive Ernteeinbußen durch den Klimawandel. Betroffen davon ist vor allem der Süden, wo sich Milliarden von Subsistenzlandwirtschaft zu ernähren versuchen.

Dass der Klimawandel globale Probleme mit sich bringen wird, hat die Politik seit geraumer Zeit erkannt. Doch so wenig wie bei der Bändigung der Finanzmärkte ist ein konzertiertes Vorgehen in Sicht. Zwar folgt Klimagipfel auf Klimagipfel, doch die harten Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Die Emission von klimaschädlichem Kohlendioxid hat 2010 mit 30,6 Gigatonnen einen neuen Rekord erreicht. So folgt Hungerkrise auf Hungerkrise.

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1 Kommentar zu diesem Artikel

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  • handlefair, 05. Jul 2011 14:26

    Protest gegen Nahrungsmittel-Spekulationen

    Spekulanten profitieren vom Handel mit Nahrungsmitteln, während die Zahl der Hungernden weltweit steigt!
    Die Initiative handle-fair.de protestiert dagegen!

    • Permalink

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