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Von Thomas Lipinski (SID)
16.07.2011

Sprung zur ersten WM-Medaille

Schwimm-WM: Europameister Hausding startet am Sonntag in Shanghai

Ausnahmsweise blieb Patrick Hausding über Wasser. Am Vorabend der Schwimm-WM in Shanghai unternahm der Doppel-Europameister mit dem Team der Wasserspringer eine Schiffstour auf dem Huang Pu. Mit Blick auf die Skyline der Millionenmetropole dachte der Berliner groß. »Ich will eine Medaille, egal, wo und in welcher Farbe«, sagte der 22-Jährige, der das erste Edelmetall für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) holen soll.

»Gold wird sehr, sehr schwer. Da müssen unsere Gegner schon mal Fehler machen«, meinte der Berliner, der am Sonntag (Finale 11.05 Uhr/Eurosport) zusammen mit Sascha Klein im Synchronspringen vom Turm zu den Favoriten zählt. »Mit ihrem Sieg in der Weltserie haben die beiden bewiesen, dass sie zur absoluten Weltspitze gehören«, sagte Lutz Buschkow, DSV-Direktor Leistungssport.

Gold traut der Cheftrainer der Springer dem Duo, das seit 2008 alle vier EM-Titel abgeräumt hat, zwar zu: »Aber ehrlich gesagt: Eine Medaille wäre schon viel wert.« Schließlich hat er schon einmal erlebt, dass seine Wasserspringer mit großen Erwartungen an den Start gingen und dann nur Blech holten. »Die WM in Rom schmerzt natürlich noch«, gab Buschkow zu. Vor zwei Jahren verpassten auch Hausding/Klein als Vierte denkbar knapp eine Medaille.

Diesmal ist die Zielsetzung einmal Silber und dreimal Bronze. Beim Synchronspringen vom Dreimeterbrett greift Patrick Hausding mit Stephan Feck am Dienstag nach einer Medaille. Im Einzelfinale aus derselben Höhe will er am kommenden Freitag »unter die ersten Sechs« kommen.

Im letzten Jahr schrieb der Berliner bei der EM in Budapest Geschichte, als er als erster Springer in allen fünf Wettbewerben aufs Podest sprang. »Wenn ich absolut fit bin, ist so was noch mal möglich, aber nicht bei einer WM«, sagte Hausding, der noch immer an einer Patellasehnenentzündung im linken Knie leidet. Deshalb kann er mit Klein in Shanghai auch noch nicht den Viereinhalbfach-Salto vorwärts vom Turm springen: »Das konnten wir noch nicht richtig trainieren, es ist auf nächste Saison verschoben.« Bis Olympia 2012 soll der Sprung gelingen.

Für Buschkow ist der Berliner Allrounder ein echtes Phänomen. »Er ist wie eine Katze, die kann man auch aus dem Fenster werfen, und sie landet immer auf den Pfoten», sagt der Chefcoach: »Patrick weiß immer, wo oben und unten ist.« Während andere entweder vom Brett oder vom Turm springen, ist Hausding aus jeder Höhe Weltklasse. Der Sportsoldat ist so nervenstark, dass er während des Wettkampfes immer genau mitrechnet, welchen Sprung mit welchem Schwierigkeitsgrad und welcher Haltungsnote er braucht, um sein Wunschergebnis zu erzielen.

Nicht nur einmal machte er Gold erst mit dem letzten, maßgerechten Sprung perfekt. Dass bis einen Tag vor den WM-Wettkämpfen der Wertungsmodus im Synchronspringen noch offen war, störte ihn wenig: »Wir müssen so oder so damit klarkommen.«

Am Freitag entschied die Technische Kommission, dass alles beim Alten bleibt. Das neue System, das zuletzt in der Weltserie und beim Grand Prix getestet wurde und mehr Wert auf die Qualität der einzelnen Sprünge als auf die Synchronität legt, wird erst nach Olympia eingeführt.

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