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18.07.2011

Hunderte gegen Nazi-Aufmarsch in Neukölln

(ND-Liebigt). Etwa 300 Menschen hatten sich am Freitagabend am Zwickauer Damm in Neukölln versammelt, um einen dort geplanten Aufmarsch der NPD zu verhindern. Rund 80 Anhänger der rechten Partei waren dem Aufruf vom Neuköllner NPD-Chef Sebastian Thom gefolgt. Immer wieder versuchten Demonstranten, den rechten Aufmarsch zu stören und durch Sitzblockaden zu stoppen. Die Polizei war mit mehreren Hundertschaften im Einsatz und setzte rigoros das Trennunsgebot durch. Schon bevor die Nazis sich in Bewegung setzten, wurden anwesende linke Demonstranten von der Polizei abgedrängt. Später flogen Flaschen und Steine in Richtung Nazis und Polizei. Bei diesen Angriffen wurde ein 13-jähriger Junge von einem Stein im Gesicht getroffen und verletzt. Weiterhin sind laut Polizei drei Motorradpolizisten angegriffen und verletzt worden.

Unter dem Motto »Solidarität mit den Betroffenen von Neonazi-Gewalt« zogen parallel dazu rund 250 Demonstranten durch den Stadtteil Neukölln. In Reaktion auf insgesamt sechs Brandanschläge auf linke Haus- und Wohnprojekte in Berlin und Brandenburg Ende Juni hatte das neu gegründete Bündnis »Nazis auf die Pelle rücken« zur Demo aufgerufen. Vom U-Bahnhof Joachimstaler Chaussee führte die Demo bis zum Anton-Schmaus-Haus. Der Jugendtreff der Berliner Falken war durch einen rechten Brandanschlag stark beschädigt worden. Diese Demonstration verlief friedlich, Passanten und Anwohner wurden immer wieder via Lautsprecher über Anlass und Hintergrund informiert.

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