Fabian Lambeck 18.07.2011 / Inland

Die Lohnschere schließt sich nicht

Böckler-Stiftung: Ost-Gehälter stagnieren und liegen bis zu 33 Prozent unter Westniveau

Ostdeutsche verdienen im Durchschnitt weniger als ihre westdeutschen Kollegen. Diese Erkenntnis ist nicht neu, wird nun aber durch aktuelle Daten der gewerkschaftseigenen Hans-Böckler-Stiftung belegt. Zudem wird immer deutlicher, dass sich die Lohnunterschiede zementieren: Seit beinahe acht Jahren stagniert der Aufholprozess. Selbst in den Führungsetagen macht sich das Lohngefälle bemerkbar.

Mehr als 20 Jahre nach dem Beitritt der DDR hat die innerdeutsche Lohngrenze immer noch Bestand. Wie der aktuelle Lohnspiegel der Hans-Böckler-Stiftung zeigt, gibt es Branchen, in denen Ostdeutsche bis zu ein Drittel weniger verdienen als ihre Kollegen im Westen. Im Durchschnitt haben Ossis 18 Prozent weniger in der Lohntüte. Dies belegen auch die amtlichen Statistiken. Reinhard Bispinck, Referent am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Böckler-Stiftung, macht für das Lohngefälle ein »ganzes Bündel an Ursachen« aus. Am auffälligsten sei, so Bispinck gegenüber ND, dass die ostdeutschen Arbeitnehmer dort, wo nach Tarif gezahlt wird, »deutlich näher am Westniveau sind«. Sie kommen immerhin auf 96 Prozent.

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