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Von Peter Nowak 01.08.2011 / Umwelt
aufgefallen

Anti-Kohle nach Anti-AKW?

Wer glaubte, der Umweltbewegung könnten nach einem AKW-Ausstieg die Themen ausgehen, hat sich geirrt. Nicht einmal eine Urlaubspause gönnt sich die Bewegung. Vielmehr wollen Umweltaktivisten mit zwei Camps den Focus auf die Umweltbelastungen durch die Kohleförderung richten. In Jänschwalde bei Cottbus startet am 7. August ein Klima- und Energiecamp. Eine Woche lang wollen die Umweltaktivisten Erfahrungen austauschen und gemeinsam Aktionen vorbereiten. Und vom 26. August bis zum 4. September soll dann ein internationales Klimacamp im rheinischen Braunkohlerevier am Tagebau Hambach bei Köln dabei helfen, »vielfältigen Widerstand gegen den Energiekonzern RWE und den mit Abstand größten Braunkohlekomplex Europas« zu organisieren, wie es im Aufruf heißt.

Gemeinsam mit örtlichen Bürgerinitiativen wenden sich die Aktivisten in beiden Camps gegen den Aufschluss neuer Tagebaue, den Bau weiterer Kohlekraftwerke sowie die unterirdische Speicherung von Kohlendioxid (Carbon Capture and Storage – CCS). Dieses Thema dürfte vor allem im ostdeutschen Camp eine große Rolle spielen, wo es konkrete Pläne für die CO2-Lagerung gibt.

Bereits Mitte Juli fanden in Berlin vor der Vattenfall-Zentrale und in Essen vor dem RWE-Sitz Protestkundgebungen statt. Deren Resonanz blieb allerdings bescheiden. Es wird sich zeigen, ob bei den Camps eine Verbreiterung der Proteste gelingt. Die in manchen Diskussionspapieren behauptete Anti-Kohle-Bewegung, die an die Stelle der Anti-AKW-Bewegung tritt, ist jedenfalls noch nicht zu sehen. Die Bewegung wird Geduld und langen Atem brauchen, sonst dürfte sich schnell Enttäuschung einstellen.

Inhaltlich ist die Orientierung auf den Widerstand gegen die Kohleförderung wohlbegründet. Mit dem AKW-Ausstieg droht auch hier eine Renaissance. Wenn die Aktivisten überzeugend verdeutlichen können, dass Kohle keine Alternative zum Atomstrom ist, hat sich ihr Engagement gelohnt.

Informationen im Internet unter: www.lausitzcamp.info

www.klimacamp2011.de

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4 Kommentare zu diesem Artikel

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  • Ani-metaber, 31. Jul 2011 19:36

    Gerede über ausgegangene Themen

    Wie sollen „Umweltthemen“ ausgehen können, wenn der Mensch doch die Umwelt zum leben braucht?

    Fußläufige Erreichbarkeiten, Fahrradfreundlichkeit und eine darauf ausgerichtete Infrastruktur sind übrigens Themen, die, wie die Lenkung von Strom in Öffentliche-Verkehrssysteme und nicht unbedingt in E-Autos, obenan stehen sollten.
    Gegen E-Fahrräder hätte ich nichts, aber das mit den Batterien und Südamerika......

    • Permalink

  • Rotspoon, 31. Jul 2011 20:42

    Der öko-soziale Chefkoch des ND läßt immer neues Grünzeug servieren

    Nein, da war ich ganz optimistisch - den Ökofuzzis gehen die Themen nicht aus. Nun rammeln sie gegen die Braunkohle. Wer hat sie erfunden, wer hat sie installiert und wer bezahlt sie, die Umweltaktivisten? Und warum verschweigt uns Hilfskoch Peter Nowak die Namen der Vereine, für die die umweltbewegten Jungs und Mägdelein turnen? Und was heißt hier "Bewegung"?
    Das Wichtigste verschweigt uns der Autor in seinem vorletzten Satz: "Inhaltlich ist die Orientierung auf den Widerstand gegen die Kohleförderung wohlbegründet" - Welche Gründe gibt es,bitte sehr?

    • Permalink

  • Ani-metaber, 31. Jul 2011 21:10

    Re: Der öko-soziale Chefkoch kennt keine Gründe?

    Na das war doch wegen der Emissionen beim Abbrand, dann Klimawandel und so, und dann die kaputten Dörfer und Landschaften.

    Braucht es da Turnvereine?
    Und welche sollen das dann sein?

    • Permalink

  • Rotspoon, 31. Jul 2011 22:32

    Das

    frage ich mich doch auch!

    • Permalink

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