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Von Maryam Schumacher, dpa
10.08.2011

2500 kontra Flugrouten am Müggelsee

Die Gegner der Flugrouten des neuen Hauptstadtflughafens über den Müggelsee riefen erneut zu einer Montagsdemonstration. Mitten im Berliner Wahlkampf erhielten sie Unterstützung von prominenten Politikern: Gregor Gysi und Renate Künast.

Rund 2500 Menschen haben am Montag erneut gegen die geplanten Flugrouten über den Müggelsee in Friedrichshagen protestiert. Auch LINKEN-Fraktionschef im Deutschen Bundestag, Gregor Gysi, und die Grünen-Spitzenkandidatin für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus, Renate Künast, kamen am Abend zu der Demonstration. Der neue Großflughafen in Schönefeld hatte eine hitzige Debatte über die Flugrouten und die Lärmbelastung in der Region ausgelöst.

Gysi berichtete bei der Protestaktion, er habe sich mit einem Brief an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gewandt und sie aufgefordert, sich gegen den drohenden Fluglärm einzusetzen. Der Müggelsee und der Wannsee müssten geschützt werden, sagte der Politiker. »An- und Abflüge des neuen Flughafens müssen auf ein Minimum reduziert werden, auch wenn dadurch Umwege verbunden sind.«

Die Grünen-Politikerin Künast sprach den Demonstranten Mut zu. Sie habe Respekt vor deren Engagement. Künast kritisierte bei ihrer Ansprache auf dem Podium Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Er müsse beim Thema Flugrouten über den Müggelsee mehr politischen Einfluss nehmen. Sie selbst sei für ein »anderes, ein grünes Verkehrskonzept«. Die Bahn müsse ausgebaut werden, um attraktiver zu sein als Inlandsflüge.

Zum sechsten Mal hatten sich die Demonstranten auf dem Marktplatz versammelt. »Die Flugroute über den Müggelsee muss weg«, sagte Manfred Kurz von der Friedrichshagener Bürgerinitiative. Die Demonstranten fordern zudem ein Nachtflugverbot in der Zeit von 22 bis 6 Uhr. Auch die Bürgerinitiative Lichterfelde kämpft gegen den Fluglärm des neuen Hauptstadtflughafens über ihrem Stadtteil. Die Flugroutengegner hatten Plakate mit der Aufschrift »Fluglärm und Gestank macht die Bürger krank« mitgebracht.

Etwa 619 000 Menschen seien in der Hauptstadt von dem Lärm des geplanten Flughafens betroffen, sagte Kurz. Die Bürgerinitiative schlägt daher eine alternative Flugroute südlich von Müggelheim vor. Dort leben nach Angaben von Kurz weniger Menschen. Vergangene Woche hatte die Bürgerinitiative knapp 13 000 Unterschriften von Bürgern an Wowereit übergeben. Dieser hatte versprochen, die Flugrouten nochmals überprüfen zu lassen. Noch am Dienstagabend wollte sich Wowereit mit Vertretern der Bürgerinitiative treffen.

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