Hans Canjé 26.08.2011 / Inland

Regensburger Sonderformat

Eine Stadt begegnet ihrer Geschichte mit Anti-Erinnerungspolitik

Regensburger Lokalpolitiker geben sich entsetzt: Da wurden doch anlässlich eines Sportereignisses am 13. August mobile Toilettenhäuschen mit dem fröhlichen Gruß »Toi-Toi« direkt auf das Gelände gesetzt, auf dem sich ein Gedenkstein für die Opfer des Faschismus befindet. Eine »Entgleisung«, heißt es, und »eine bedauerliche Panne«, die nicht mehr vorkommen dürfe, weil sie der »Welterbestadt Regensburg ein schlechtes Zeugnis« ausstelle. Die »Mittelbayerische Zeitung« titelte: »Denkmal gedankenlos verunziert«.

Seit etlichen Jahren erinnern Antifaschisten an die Opfer der Regensburger KZ-Außenstelle.

Regensburger Bürger, die sich seit Jahren um das »Zeugnis der Welterbestadt« sorgen, wären zufrieden, wäre dieses zumindest als Instinktlosigkeit einzuordnende Vorkommnis das Einzige, was den Sprecher der Arbeitsgemeinschaft ehemaliges Konzentrationslager Flossenbürg, Hans Simon-Pelanda, von einem »Sonderformat der Anti-Erinnerungspolitik« sprechen lässt. Damit zielt er auf den von der Mehrheitspartei CSU und ihrer Klientel unverdrossen gepflegten Antikommunismus, der in Regensburg seit Jahren ein gemeinsames Gedenken an die Opfer des Faschismus blockiert.

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