Wolf-Dieter Vogel 29.08.2011 / Ausland

Warten in der Wüste

Im tunesischen Flüchtlingslager Shousha leben Menschen aus 27 Nationen. Viele davon sind wegen des Bürgerkrieges in Libyen geflüchtet und nun auf der Suche nach Perspektiven

Rund 3000 Menschen leben im Flüchtlingslager Shousha nahe der libyschen Grenze, Flüchtlinge aus 27 Nationen. Die meisten waren nach Libyen geflüchtet, weil in ihren afrikanischen Heimatländern Bürgerkriege tobten oder sie politisch verfolgt wurden. Eine Rückkehr in die ursprüngliche Heimat ist sowenig eine Option wie eine Rückkehr nach Libyen – es bleibt der Traum von Europa.

Der Nigerianer Abraham Isloma (links) ist einer der Gestrandeten. Er will nach Europa, weiß aber um das Risiko der Überfahrt.

Es war ihm gut gegangen. Er hatte Arbeit, eine Wohnung und genug Geld. Doch dann kam der Krieg, und Abraham Isloma musste flüchten. Wieder flüchten. Aus dem libyschen Bürgerkrieg floh der Nigerianer vor den Truppen des Machthabers Muammar al-Gaddafi. Und vor den Rebellen, die in jedem Dunkelhäutigen einen Söldner des Diktators sahen. So kam er in diese Zeltstadt in der tunesischen Halbwüste. Wie es nun weitergehen soll? »Warten, nichts als warten. Wir dürfen nicht einmal das Lager verlassen.« Zustimmend nicken die anderen Männer, die sich mit ihm an diesem Morgen unter einem der wenigen Bäume niedergelassen haben, die in der vom Regen vergessenen Gegend noch wachsen.

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