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Linke und Technik

Klima-Paranoiker im Bundestag

Szene-Kenner Peter Hartmann über vernunftfeindliche Klima-»Skeptiker«, deren gelbe, schwarze und braune Freunde sowie andere Verschwörungstheoretiker

Peter Hartmann, von Hause aus Naturwissenschaftler mit EDV-orientiertem Brotberuf, nebenher Publizist, recherchiert seit Jahren in den Netzwerken derjenigen, die den Klimawandel bestreiten oder verharmlosen. Im streckenweise disputartigen Gespräch mit Marcus Meier erläutert der Rheinländer Klimaverschwörungstheorien – und die Vernetzung der Klimawandelleugner mit (Neo-)Liberalen, Konservativen und Extrem-Rechten. In den USA, sagt Hartmann, seien die Republikaner »beinahe komplett auf den Klimaleugner-Zug aufgesprungen«. Doch auch im Deutschen Bundestag fanden schon Veranstaltungen mit prominenten Leugnern statt.
Marcus Meier: »Menschliche Aktivitäten«, so hat es die Staatengemeinschaft bereits 1992 in der UN-Klima-Rahmen-Konvention anerkannt, führen »zu einer wesentlichen Erhöhung der Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre«. Bei allen Unsicherheiten im Detail komme es zu »einer zusätzlichen Erwärmung der Erdoberfläche und der Atmosphäre«. Die Staaten der Welt hätten eine »gemeinsame, aber unterschiedliche Verantwortung« – die Industrieländer stehen stärker in der Pflicht! – für die »Bekämpfung der Klimaerwärmung«. Soweit das knapp 20 Jahre alte völkerrechtliche Dokument, ratifiziert von 194 Staaten inklusive der USA. Danach kamen unter anderem der Stern-Report, eine enorm populäre PowerPoint-Präsentation des ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore, wir erlebten unzählige Medien- und wissenschaftliche Berichte, Weltklimakonferenzen im Jahrestakt, die Umbenennung Angela Merkels in »die Klimakanzlerin« sowie Kindheit, Aufstieg, Fall und Tod eines Klimabären namens Knut. Könnte, müsste nicht jeder die Botschaft verstanden haben?

Peter Hartmann: Ich denke, da ist auf der Seite derjenigen, die vom Stand der Wissenschaft überzeugt sind, viel schief gelaufen. Zum einen handelt es sich um ein recht komplexes Thema, wo eine globale Erwärmung sogar durch Verschiebung von klimatischen Systemen zu einer lokalen Abkühlung führen kann, und wo sowohl feuchteres als auch trockeneres Wetter lokal auftreten kann. Diese ausschließliche Betonung von »es wird wärmer« können viele nicht nachvollziehen, wenn der Schnee sich vor der Tür häuft. Dabei ist der Schnee entstanden, weil wegen der Erwärmung der Ozeane mehr Verdampfung entsteht. Zum anderen wurde die menschliche Neigung unterschätzt, im Status quo verharren zu wollen, gerade wenn Veränderung nicht eindeutig zu persönlich kurzfristig erfahrbaren Vorteilen führt. Es ist sehr menschlich, dass man, wenn man hört, der Kohlendioxid-Anstieg führe zu einer globalen Katastrophe, die Hoffnung hat, das könne gar nicht stimmen.

Das sind stark psychologisierende Erklärungen. Motto: »Darum mag Otto Normalverschmutzer nicht an den Klimawandel glauben«. Aber auch der RWE-Konzern hypte einen Klimawandelleugner.

Natürlich gibt es auch mächtige Gruppen, die an einer Abwendung der notwendigen globalen Energiereform aus finanziellen und ideologischen Gründen interessiert sind, zum Beispiel fossile Energiekonzerne, oder Neoliberale, die befürchten der Staat könnte die »unsichtbare Hand« des freien Marktes gängeln. Wenn man sich mal anschaut, wie »unmöglich« laut Aussagen der betroffenen Konzerne der Umstieg auf weniger schädliche Kühlstoffe anlässlich der Ozonloch-Problematik angeblich war, und wie leicht es dann ging, als plötzlich Gesetze in Kraft traten, kann man sich vorstellen, wie mächtig der Widerstand heute ist.

Damals mussten lediglich ein paar Chemikalien ersetzt werden, und die USA preschten voran, weil der Chemiekonzern DuPont bei den Substituten, die übrigens meist klimaschädlich sind, vorne lag. Dennoch wurde erst um eine Minute vor zwölf abgebremst. Das Ganze gilt Politologen als der mit Abstand größte Erfolg der internationalen Umwelt-Diplomatie. Und, absurderweise, bis ins Detail als moralisches, politisches und rechtliches Vorbild für den Klimaschutz.

Genau. Aber beim Klimaschutz müssen nicht recht periphere Stoffe wie die FCKW aus dem Verkehr gezogen werden. Es geht darum, den zentralen Abfallstoff der traditionellen Energiegewinnung, nämlich Kohlendioxid, zu vermeiden. Es wird, gerade in den englischsprachigen Ländern, sehr massiv Stimmung und Angst gegen die Energiereform gemacht. Und Angst trübt nunmal den rationalen Geist.

Der rationale Geist hat es gerade in Deutschland nicht immer einfach. Das liegt aber nicht immer an der Angst, sondern oft genug am Interesse, das der Vernunft zu wider läuft. Der Klimaforscher James Hansen schrieb 2007 einen offenen Brief an Angela Merkel: Die Kanzlerin, so Hansens Bitte, möge existierende Pläne zum Bau neuer Kohlekraftwerke überdenken. Den einfachen Zusammenhang von Kohleverbrennung und Klimawandel werde sie verstehen. Schließlich sei Merkel Physikerin. Hansen hoffte vergeblich: Zwar wurde manches Kohlekraftwerk von unten verhindert, doch der Neubau der Klimakiller geht im Grundsatz weiter. Merkel ist kein wirklich gutes Öko-Vorbild. Oder?

Wenn »die Klimakanzlerin« beim Einzug ins Kanzleramt erstmal den Ökostrom abbestellt, und mit ihrem Energiezukunfts-Paket unter anderem Kohlekraftwerke fördert, denkt sich auch so mancher Bürger, offenbar kann es so ernst ja nicht sein. Und wenn er dann Belege dafür finden will, dass die Klimakatastrophe eine Erfindung geld- und machtgieriger Verschwörer ist, wird er fündig werden, vor allem im Netz. Aber wenn er sich erst einmal auf diese Sichtweise eingeschossen hat, kommt er da normalerweise nicht mehr raus. Das Netz gibt einem enorme Möglichkeiten der Wissensfindung, aber man kann auch sehr gut »unter sich« bleiben und sich immer tiefer in mit der Realität nicht vereinbare Phantasien reinsteigern.

Das heißt?

Wenn tausend Menschen auf der Welt glauben, dass smarte Stromzähler nicht dem komfortablen Energiesparen, sondern der telepathischen Überwachung dienen, und diese tausend Menschen 20 Webseiten zum Thema bauen, kann sich ein Neuling darin verlieren und denken, es handele sich um eine legitime Sicht der Dinge. Bei der Klimathematik ist das völlig aus dem Ruder gelaufen, schauen Sie sich nur mal die ersten paar Seiten bei einer Google-Suche nach »Klimaschwindel« an.

Lieber nicht! Natürlich kann der Klimawandel aus Sicht von dessen Leugnern und Skeptikern nicht »bloß« ein Irrtum fast der kompletten wissenschaftlichen Gemeinschaft sein. Nein, dahinter müssen, drunter machen sie's nicht, veritable »Verschwörungen« stehen. Aber: Wer hat all diese »Verschwörungen« angezettelt, wer ist Teil von ihnen und wer profitiert davon?

Wie Sie schon andeuten, gibt es nicht den monolithischen Block »der« Klimaleugner, das ist ein weites, buntes Spektrum. Es reicht von recht vernünftigen Leuten, die vermuten, dass Fortschritte der Technik die aufkommenden Probleme leicht bewältigen können, bis zu Extremen wie Alan Siddons, der mathematische Formeln leugnet. Es gibt sehr wohl Strömungen die einen »ehrlichen Irrtum« vermuten, etwa durch Gruppendenken unter Klimaforschern. Es gibt aber auch eine große Gruppe von echten Verschwörungstheoretikern, die eine »Eine-Welt-Regierung« befürchten.

Der gute, alte NWO-Irrsinn...

Das Problem bei Verschwörungstheorien ist natürlich, dass man sie, je weiter man nachforscht, immer mehr ausweiten muss. Es müssten also praktisch alle Politiker, Wissenschaftler und Journalisten unter einer Decke stecken. Das ist völlig abwegig für jemanden, der sich von der Korrektheit der Forschung überzeugt hat oder einfach darauf vertraut; aber es ist der einzige korrekte Ausweg, wenn man von der Prämisse ausgeht, dass »das ganze doch gar nicht stimmen kann«.

Das klingt sehr abstrakt. Geht es konkreter?

Das beste Beispiel waren die gestohlenen E-Mails, die als »Climategate« berühmt wurden. Als ich in die reinschaute, sah ich es als einen mächtigen Beweis gerade gegen Verschwörungstheorien an, weil die Wissenschaftler ja zumindest in privatem Schriftverkehr ihre Lügen hätten besprechen müssen. Stattdessen sah ich eine Gruppe von Forschern, die verzweifelt versuchen, die Wissenschaft hochzuhalten – unter intensiver Gängelung durch Klimaleugner. Was jene Leugner nicht davon abhielt, sinnentfremdete Zitatfragmente zur Bestätigung ihrer Verschwörungstheorie zu verwenden.

Wie groß sind die Überschneidungen der Klimawandelleugner mit dem rechtsextremen, dem rechts-christlichen und dem 9/11-Paranoia-Lager?

Da nur das Misstrauen gegenüber der Klimawissenschaft die Gruppe der Leugner / »Skeptiker« eint, haben deren Mitglieder teilweise äußerst unterschiedliche Hintergründe. Der Großteil ist mehr oder weniger neoliberal bis konservativ. Es gibt aber auch vereinzelte Linke wie den kanadischen Physik-Professor Denis Rancourt. Die Mehrheit der Gegner der Klimawissenschaft gehört nicht den von Ihnen genannten Gruppen an. Aber innerhalb dieser Randgruppen scheint Klima-»Skepsis« vorherrschend zu sein. Die Truther-Szene...

... diejenigen, die nach der vermeintlichen Wahrheit hinter all den angeblichen Verschwörungen und Manipulationen suchen...

... ist äußerst angetan von der »Klimaverschwörung«, passt sie doch fugenlos in deren wirres Weltbild von 9/11-Verschwörung, »Chemtrails«, »Impfschwindel« und »One World Order«. Zum Glück ist dies eine relativ kleine und geschlossene Gruppe. Sie könnte aber in Zukunft wichtiger werden.

Nämlich wann?

Wenn antiwissenschaftliche Tendenzen zunehmen. In den USA zum Beispiel ist die Stimmung komplett gekippt, die Republikaner, immerhin eine der beiden großen Parteien, sind beinahe komplett auf den Klimaleugner-Zug aufgesprungen.

Wie steht's in Deutschland?

Hier sind die christlichen Fundamentalisten einfach nicht so präsent. Und die Neoliberalen trauen sich nicht so recht.

Also: Grabesruhe bei uns?

Nein, es gibt da immer mal wieder Versuche, aus der Deckung zu kommen. Zum Beispiel lud der FDP-Bundestagsabgeordnete Paul Friedhoff im September 2010 den US-Physiker Fred Singer, den Doyen der Klimaleugner, zu einer Veranstaltung in den Reichstag. Dabei zugegen war auch die umweltpolitische Sprecherin der Unions-Fraktion, Marie-Louise Dött. Frau Dött hatte kurz nach der Veranstaltung Fred Singers Thesen als »sehr, sehr einleuchtend« und Klimawandel als rot-grüne »Ersatzreligion« bezeichnet – und wurde prompt als Umwelt-Sprecherin wiedergewählt. Nach außen hin verleugnen aber weder FDP noch Unions-Parteien die Erkenntnisse der Klimawissenschaft.

Das sind also die Härtesten der Harten in Deutschland?

Am bedeutendsten in Deutschland ist EIKE: Das so genannte »Europäische Institut für Institut und Klima«, in Wirklichkeit eine von zu Hause arbeitende Gruppe von hauptsächlich verrenteten Ingenieuren, stellte auch einen Redner auf dieser Veranstaltung, und ist auch sonst in Deutschland die wichtigste Verbindung zwischen Leugnern und Politik. EIKE hat auch personelle Verbindungen zu US-amerikanischen Leugnergruppen und übersetzt viele Artikel aus dem Englischen. EIKE organisierte bereits mehrere, auch internationale, Konferenzen und kooperierte mit der Friedrich-Naumann-Stiftung der FDP.

Ein schönes Beispiel in Deutschland ist auch Wolfgang Thüne, der bis 1986 Wettermoderator beim ZDF war, und sich mit seinen antiwissenschaftlichen Ergüssen bei rechten Christen teilweise recht großer Beliebtheit erfreut. Er hat zum Beispiel für die »Deutschen Konservativen«...

... Ehrenpräsident: Berlins Ex-Innensenator Heinrich Lummer...

... ein Klimapamphlet mit verfasst, ein Interview mit ihm in der »Jungen Freiheit« wurde mit seiner Erlaubnis im rechtsextremen »Widerhall« veröffentlicht, und er hat unter anderem Verbindungen zur »Germanischen Neuen Medizin« und zu Burschenschaften. Thüne war aber auch parteiloser Stadtrats-Kandidat der FDP in Oppenheim. Erwähnenswert im Bereich der rechtsradikalen Verschwörungstheoretiker unter den Klimaleugnern ist auch der »Honigmann«-Blogger Ernst Köwing aus Varel. Er verbreitet klimaleugnerische und andere Texte unter anderem des verschwörungstheoretischen Kopp-Verlags weiter, in deren Onlinepräsenz Eva Herman jetzt die Nachrichten macht. Und er ist damit recht erfolgreich. Honigmann redet auch schonmal von »Machtjuden«.

Herr Hartmann, bevor wir jetzt gänzlich im Wer-mit-wem-Antifaschismus versinken, gestatten Sie mir bitte eine persönliche Frage: Sie kommunizieren weltweit mit Klimawandelleugnern. Muss man da nicht ziemlich hart gesotten sein?

Man muss sich klarmachen, dass die meisten Klimaleugner genauso von der Richtigkeit ihrer Annahmen überzeugt sind wie Sie und ich. Beide Seiten haben ein stark verfremdetes Bild voneinander. Ich habe mir zum Beispiel oft anhören müssen, ich würde alles tun, um die Theorie der Klimakatastrophe zu verteidigen. Wenn ich dann erwiderte, ich wäre der glücklichste Mensch, wenn ich herausfinden würde, dass das ganze nur ein Irrtum war, erntete ich Schweigen.

Die ganze Idee hinter der modernen Wissenschaft ist ja grade, dass man skeptisch seinen eigenen Vorstellungen gegenüber ist, versucht sich selbst zu widerlegen. Deswegen ist die Theorie, dass tausende von Klimaforschern sich zusammentun und heimlich Daten fälschen, ohne dass einer das ausplaudert, völlig realitätsfern und wird auch meistens von Menschen vorgebracht, die nie Kontakt mit dem Wissenschaftsbetrieb hatten.

Fast jede einzelne Maßnahme zur Schonung des Klimas ergibt auch in anderer Hinsicht Sinn: So helfen erneuerbare Energien, Energiesparen und Energieeffizienz uns auch aus der Energiekrise. Andererseits: Sollten wir Maßnahmen ergreifen, die unsinnig sind, weil der Klimawandel tatsächlich eine, tja, Kampagne von Verschwörungspraktikern ist, dann wäre das ein nicht annähernd so großes Drama, wie jenes, das uns blüht, wenn die Erderwärmung ungebremst bleibt. Warum zählen in der Leugner-Szene nicht einmal solche pragmatischen Argumente?

Hier gibt es wieder das Problem, dass ein Laie sich nur schwer einen objektiven Überblick verschaffen kann, und es oft auch insgeheim gar nicht will. Wer ohnehin für die Energiereform ist, liest die Studien, die die relativ problemlose Durchführbarkeit bestätigen. Wer aber – aus welchen Gründen auch immer dagegen! – ist, kriegt Studien geliefert, die quasi den Untergang der Zivilisation prophezeien, sollten wir uns auf diese in deren Sicht immens teuren Projekte einlassen. Oft werden diese von neoliberalen Thinktanks produziert. Exemplarisch kann man diese Vorgehensweise an den Green-Jobs-Studien veranschaulichen, über die ich neulich geschrieben habe.

Außerdem sind praktisch alle Klima-»Skeptiker« so davon überzeugt, dass die globale Erwärmung nicht existiert oder kein Problem darstellt, dass sich diese Abwägung gar nicht stellt. Für sie sind die beiden Alternativen »Weiter so«, die absolut akzeptabel erscheint, und »Energiereform«, die teuer und riskant ist. Ich muss hier wieder betonen, dass Klimaleugner von der feststehenden Schlussfolgerung (»Es gibt keinen menschengemachten katastrophalen Klimawandel«) ausgehen, sich von da aus zurück arbeiten und versuchen, die Beweislage daran anzupassen. Eine gänzlich unwissenschaftliche, anti-skeptische Vorgehensweise.

Zumal das Ergebnis schon vorher feststeht – eine konsequent selektive Wahrnehmung also. Aber ewig halten ja weder die fossilen noch die nuklearen Ressourcen. Macht nicht wenigstens das die Leugner nachdenklich?

Eher nicht. Vor kurzem zum Beispiel wurde Schiefergas in der Leugnerszene hochgejubelt, als Beweis dafür dass die fossilen Energievorräte eben doch unerschöpflich sind. Wenn man sich aber mit dem Thema Schiefergas eingehender beschäftigt, bemerkt man eine Reihe von gravierenden Problemen, nicht nur im Zusammenhang mit dem Klima. Aber gerade diese skeptische Arbeit, die möglicherweise dazu führt, dass man von seinen lieb gewonnen Vorstellungen abrücken muss, fehlt hier. Dies ist übrigens auch in der »linken« Szene oft der Fall, es ist einfach eine zutiefst menschliche Schwäche. »Die Linken« sind hier denke ich nicht unbedingt die skeptischeren Menschen, es hat sich einfach so ergeben, dass sie mit ihren oft genauso aus dem Bauch kommenden Überzeugungen beim Thema Klimawandel auf der »richtigen« Seite, auf der Seite der Wissenschaft stehen.

Verstehe ich Sie richtig: Diese Linken gehen von falschen Prämissen aus und landen – erkenntnistheoretischer Sonderfall! – zufällig bei der richtigen Konklusion?

Nein, sie sind nur generell nicht vor Irrtum gefeit. Dabei könnte es so einfach sein: Man muss streng zwischen Wissenschaft und Politik unterscheiden. Die klaren Aussagen der Klimawissenschaft machen eine Politik notwendig, die teilweise eher dem linken Spektrum zugerechnet wird, wie Kohlendioxidsteuer und andere staatliche Lenkung. Aber anstatt alternative Lösungsansätze vorzuschlagen stecken ideologische Klimawandelleugner den Kopf in den Sand.

Das können Sie nicht wirklich der – übrigens ebenfalls heterogenen – politischen Linken vorwerfen!

Stimmt, aber vermutlich wäre es bei den Linken ähnlich, wenn wissenschaftliche Erkenntnisse ihrer Weltsicht zuwider laufen würden.

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10 Kommentare zu diesem Artikel

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  • megaira, 16. Sep 2011 17:03

    Klimaleugner? Paranoiker oder Realisten?

    Mich stört diese Neusprech Formulierunge "Klimaleugner" schon sehr. Ich habe mich extra hier angemeldet, um einige Dinge klarzustellen:

    Klima und dessen Entwicklung ist kein Thema für Wissenschaftler. Das Klima hat sich schon immer gewandelt und wird es auch weiter tun. Doch wenn sich einige selbsternannte "Klimaforscher" zusammentun, um eine bestimmte Sichtweise in die Öffentlichkeit zu bringen mit der Behauptung, es handele sich dabei um wissenschaftliche Erkenntnisse, sollte man doch wenigstens meinen, dass dabei die erhöhte Sonnenaktivität bzw. die Beobachtung der NASA, dass eine Erwärmung im gesammten Sonnensystem stattfindet, Erwähnung findet. Doch soetwas sucht man bei den politisch motivierten Klima'gatern' vergeblich.

    Es ist wie bei 9/11: Wirklich wissenschaftliche Untersuchungen, wie die von Dr. Judy Wood finden in der Öffentlichkeit kein Gehör. Dabei sollte allein schon das schnelle Freifallgeschwindigkeit-Verschwinden der Türme und des Gebäudes Nr. 7 die physikalische Unmöglichkeit der offiziellen Verschwörungsteorie zur Genüge beweisen können.

    Ich liebe wissenschaftliche Betrachtungen, doch beim Klima sind derartige Methoden nur sehr begrnzt anwendbar!

    • Permalink

  • megaira, 16. Sep 2011 19:26

    Klimaleugner? Paranoiker oder Realisten?

    Mich stört diese Neusprech Formulierunge "Klimaleugner" schon sehr. Ich habe mich extra hier angemeldet, um einige Dinge klarzustellen:

    Klima und dessen Entwicklung ist kein Thema für Wissenschaftler. Das Klima hat sich schon immer gewandelt und wird es auch weiter tun. Doch wenn sich einige selbsternannte "Klimaforscher" zusammentun, um eine bestimmte Sichtweise in die Öffentlichkeit zu bringen mit der Behauptung, es handele sich dabei um wissenschaftliche Erkenntnisse, sollte man doch wenigstens meinen, dass dabei die erhöhte Sonnenaktivität bzw. die Beobachtung der NASA, dass eine Erwärmung im gesammten Sonnensystem stattfindet, Erwähnung findet. Doch soetwas sucht man bei den politisch motivierten Klima'gatern' vergeblich.

    Es ist wie bei 9/11: Wirklich wissenschaftliche Untersuchungen, wie die von Dr. Judy Wood finden in der Öffentlichkeit kein Gehör. Dabei sollte allein schon das schnelle Freifallgeschwindigkeit-Verschwinden der Türme und des Gebäudes Nr. 7 die physikalische Unmöglichkeit der offiziellen Verschwörungsteorie zur Genüge beweisen können.

    Ich liebe wissenschaftliche Betrachtungen, doch beim Klima sind derartige Methoden nur sehr begrnzt anwendbar!

    • Permalink

  • Realo, 16. Sep 2011 21:11

    Parteilinie auf der Klimatitanik

    Dieses Interview erinnert mich an ganz früher. Eine Theorie, an die außerhalb eines engen ideologischen Zirkels schon lange keiner mehr glaubt, wird als Parteilinie aufrecht erhalten. International betrachtet haben zehntausende Klimawissenschaftler bereits abgeschworen, in Deutschland sind es öffentlich tatsächlich oft Rentner, weil man als junger Wissenschaftler schlicht kein Geld mehr akquiriert oder seine berufliche Zukunft gefährdet, wenn man den Dogmen der Klimakirche widerspricht..

    Nebenbei: Das Alter von Menschen sollte dem ND kein Grund zur Diffamierung sein.

    Das ND stellt alle Zweifler in die Nähe des Klassenfeindes oder eklärt sie für verrückt. Alles wie früher.

    Mit der Geschichte vom menschgemachten Klimawandel wurden der Menschheit tausende Milliarden zur Lösung existenter Probleme entzogen. Das Geld ist aber nicht weg, es haben nur andere. (business.timesonline.co.uk/tol/business/specials/article5816774.ece). Die Milliarde-Zeche zahlen in Deutschland über die Verteuerung aller Waren, aber vor allem der Energie überprortional die sozial Schwachen und die Kommunen, die Hartz-4-Empfängern den Strom relativ unlimitiert bezahlen.

    Nebenbei: Sollte sich die Erde mal abkühlen, würde Klimaschutz ja praktisch über Verstärkung des CO2-Ausstoßes klappen? Werden die aktuellen (letzte drei Jahrzehnte) atmosphärischen Veränderungen auf Nachbarplaneten auch durch die SUV der dortigen Kapitalistenschweine verursacht? Gibt es eigentlich eine DIN für das Klima? War frühere Warmzeiten eigentlich zulässig?

    Das wesentliche Treibhausgas ist der Wasserdampf. Mit dem Spurengas CO2 ist selbst nach Eingeständnis des korrupten IPCC nichts zu erklären. Die wirre Konstruktion von "forced feedbacks" (verstärkender Rückkopplungen) hat sich längst blamiert.

    Ich bin optimistisch, was die Entwicklung des Klimas angeht, nicht skeptisch.

    Viele Grüße!

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  • Realkritiker, 16. Sep 2011 22:39

    Alte Bauernregeln haben Recht in der Wettervorhersage,

    nämlich kräht der Hahn früh morgens aus dem Mist wird das Wetter anders oder es bleibt wie es ist. Dann haben lange Wettererforschungen ergeben: "Daß es nachts immer kälter ist als draußen." Ferner sind sich weltweit alle Klimaforscher nach ausführlichen Erforschungen in einem Punkt einig, daß der Regen von den Wolken kommt. Manchmal haben anscheinend komplizierte Vorgänge ganz einfache Erklärungen. Das erinnert mich an eine Rede von Walter Ulbricht vor dem damaligen Zentralkomitee der SED wo verkündete: "Ab sofort können die Frühkartoffeln auch am späten Abend gegessen werden. Das ist der Beweis, daß der Sozialismus dem Kapitalismus weit überlegen ist." Man muß seinen Mist nur richtig an den /die Mann/Frau bringen und es gibt immer noch genug Dumme die es glauben und dafür bares Geld bezahlen. Genauso ist es mit unseren Klimaforschern aus, die uns das bischen Wärme vergretzen wollen, wenn im Winterhalbjahr der Wind aus dem Südwesten kommt und uns fast die Temperaturen bringt, die seit Ewigkeit in Südeuropa normal sind, ohne das dort einer auf die Idee kommt von einer Klimakatastrophe zu sprechen.

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  • Genossemoi, 19. Sep 2011 12:34

    Alles Leugner wohin ich auch schau!

    Als ich in den 60er Jahren die Landwirtschaftsschule besuchte, war CO2 farblos, geruchlos, geschmacklos und schwerer als Luft. Es fiel nach unten und wurde von den Pflanzen aufgenommen. In den 80er Jahren begann auf der politischen Bühne das Waldsterben. Damals stieg das CO2 in die Luft, verband sich da mit der Luftfeuchtigkeit zu H2CO3 und fiel als saurer Regen vom Himmel. Heute steigt das schwere CO2 nach oben, bleibt da, meidet die Feuchtigkeit und führt zum politischen Treibhauseffekt. Ich frage mich verzweifelt, wie weiss das CO2, was es gerade machen soll?

    Herr Edenhofer brachte mich zum nach denken. Nichts geschieht ohne Planung.
    „Was wirklich hinter der Klimaschutzpolitik und dem Kampf gegen die „Leugner“ – auch der Grünen- steckt, beschreibt der Chefökonom des PIK (Potsdam Institut für Klimafolgenforschung) in einem NZZ Interview ganz ausführlich so:“Zunächst mal haben wir Industrieländer die Atmosphäre der Weltgemeinschaft quasi enteignet. Aber man muss klar sagen: Wir verteilen durch die Klimapolitik de facto das Weltvermögen um. Dass die Besitzer von Kohle und Öl davon nicht begeistert sind, liegt auf der Hand. Man muss sich von der Illusion freimachen, dass internationale Klimapolitik Umweltpolitik ist. Das hat mit Umweltpolitik, mit Problemen wie Waldsterben oder Ozonloch, fast nichts mehr zu tun“ Soweit der staatlich finanzierte Chefvolkswirt Edenhofer des PIK.“

    ergo
    Nützlich ist der Klimawandel
    doch nur für den Börsenhandel,
    denn zum Steuern raffen
    hat man ihn geschaffen.
    (GenosseMoi)

    • Permalink

  • DerHonigmann, 19. Sep 2011 21:41

    Klima-Paranoiker im Bundestag

    Der Unterschied zwischen Ihrer Berichterstattung und meiner ist der, daß ich Aufklärungen und Wahrheiten schreiben kann.
    .
    derhonigmannsagt.wordpress.com/
    .
    Sie sind allerdings mit dem System verbunden und müssen das Schreiben, was Ihnen vorgegeben wird.
    Und letzteres hat mit den Tatsächlichkeiten unseres Landes nichts zu tun.

    Der Stil einer wirklich aufklärenden Journaille fehlt ihnen auch, sonst würden Sie die Privatsphäre eines Bloggers respektieren.

    Für die kostenlose "Reklame" bedanke ich mich ausdrücklich.

    Gruß
    Der Honigmann

    .

    • Permalink

  • Ani-metaber, 20. Sep 2011 12:24

    Re: Alles Leugner wohin ich auch schau!

    da ist was dran,
    bei Ihnen fällt schon mal auf, dass offenbar die Existenz von Schwefel und Stickoxiden geleugnet wird.
    Aber vielleicht sehe ich das auch zu drastisch.

    Vielleicht sind Sie Ihnen in der Auseinandersetzung mit dem Waldsterben aber auch nur verborgen geblieben und – ob in der Gesamtbilanz sinnvoll oder nicht – auch die Aufgabe des Katalysators beim Auto nicht recht aufgegangen.
    An tausenden von Denkmälern, die vor der Industrialisierung recht unbeschadet die Jahrhunderte überdauerten, waren in den letzten aufwendige und in kurzen Zyklen zu wiederholende Restaurierungen notwendig. Haben Sie davon schon mal was mitbekommen?

    Ich hab in der Schule in Chemie auch nicht so sehr aufgepasst, aber bei Schadstoffausstößen reagiere ich so wie die meisten Pflanzen und Tiere – ich fühl mich unwohl – aber auch, wenn ich Kommentare, wie die hier bereits ausgebreiteten, lese.

    Die Piratenpartei hatte gestern erklärt, sie wolle weiterhin offen ihre Wissenslücken aufzeigen und ihre Lernfortschritte im Internet dokumentieren. Eine gute Idee

    • Permalink

  • Rotspoon, 05. Nov 2011 22:15

    Mit Verlaub, Marcus Meyer

    Sie sind der wahre Klima-Paranoiker: παράνοια paránoia nennen wir Normalos eine psychische Störung, in deren Mittelpunkt Wahnvorstellungen stehen. Bei Ihnen konstatiere ich mindestens zwei: Die erste: Kohlendioxyd ist ein Treibhausgas. Die zweite: Komputerspiele (Hamburg/Potsdam) hätten etwas mit Wissenschaft zu tun.

    Aber auch für Sie besteht Hoffnung: In Sachen Klima rudert der Zeitgeist gerade zurück, hier (in diesem Blättl) ganz unauffällig, anderenorts schon ganz unverblümt. Schon in einem Jahr werden Sie das Gefühl haben, in Klimaangelegenheiten niemalsTinter versprizt zu haben. Seien Sie nicht traurig, auf Leute ihres Schlages warten immer wieder neue Säue, die durchs Dorf getrieben werden wollen.

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  • Rotspoon, 05. Nov 2011 22:21

    @Honigmann, es wird ihm wahrscheinlich nichts vorgeschrieben

    Ihn reitet der Zeitgeist. Aber wie man hier liest, kann er sehr infam ausschlagen.

    • Permalink

  • Rotspoon, 05. Nov 2011 22:43

    @Ani-Metaber, sie sehen das nicht nur drastisch

    Sie schlagen viel nach. Besser wäre, auch mal nachzuDENKEN. Einen klugen Kommentar, der nicht Ihrer Denke folgt, mit Schadstoffausstößen gleich zu setzen ist schon ein arges Stück.

    • Permalink

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