13.10.2011
Berlin/Tripolis

Rösler sondiert in Libyen für die Wirtschaft

Minister mit großer Delegation in Tripolis

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) ist am Mittwoch mit einer großen Wirtschaftsdelegation für zwei Tage nach Libyen gereist.

Berlin/Tripolis (dpa/nd). In der Hauptstadt Tripolis trifft Rösler mit führenden Vertretern des libyschen Nationalen Übergangsrates zusammen. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums will Rösler dort mit dem Präsidenten des Übergangsrates, Mustafa Abdul Dschalil, dem Vorsitzenden des Exekutivrates, Mahmud Dschibril, sowie den Ministern für Wirtschaft, Gesundheit, Öl und Finanzen zusammentreffen. Rösler hatte im September einen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt, wie sich Deutschland beim Wiederaufbau des Landes engagieren kann. Rösler ist das erste Kabinettsmitglied, das nach dem Sturz von Staatschef Muammar al-Gaddafi nach Libyen reist.

Bei den Gesprächen gehe es neben humanitären Fragen auch um die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Libyen, hieß es. Deutsche Unternehmen sollten ihre Geschäftsbeziehungen ohne große Verzögerungen wieder aufnehmen und fortführen können.

Unterdessen nähern sich die Kämpfe im Zentrum der libyschen Stadt Sirte offenbar ihrem Ende. Die Milizen des Übergangsrates würden nun Haus für Haus durchkämmen und auf bedeutend weniger Widerstand der Gaddafi-Anhänger stoßen als in den Tagen zuvor, berichtete ein Reporter der britischen Zeitung »Guardian« am Mittwoch aus der Mittelmeerstadt. Es seien keine nennenswerten Konzentrationen von Gaddafi-Getreuen mehr zu beobachten. Immer wieder würden sich Gaddafi-Kämpfer ergeben oder sie würden von Milizen gefangen genommen.

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