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Von Klaus Joachim Herrmann
14.10.2011

Aufwind für die Wirtschaft

»Schub« für den Standort / Einsatz für den Lärmschutz gefordert

Wäre die regionale Ökonomie in einem eigenen Aktienindex organisiert, hätten gestern die Kurssprünge nicht übersehen werden können. Die Wirtschaft hatte nach dem Urteil aus Leipzig deutlichen Aufwind - Thermik, wie es in der Fliegerei heißt.
Entsprechend fiel das Urteil der Berliner Industrie- und Handelskammer (IHK) aus. Damit sei der Weg frei für einen prosperierenden Flughafen. Das Urteil bedeute für die Entwicklung des Standortes einen »kräftigen Schub«, blieben die Interessenvertreter der Berliner Wirtschaft im Sprachgebrauch für Antriebsaggregate. »Nun können wir durchstarten. Wir freuen uns auf den Tag der Eröffnung des neuen Airports und auf viele neue Arbeitsplätze in der Region«, so Kammerpräsident Eric Schweitzer.

»Mit dem Urteil gibt es nun eine verlässliche Grundlage. Investoren, Flughafen und Airlines bekommen auf dieser Basis dringend notwendige Planungssicherheit«, freute sich die Vereinigung der Unternehmensverbände Berlin und Brandenburgs (UVB). Hauptgeschäftsführer Christian Amsinck sprach von einem »sinnvollen Kompromiss zwischen den Anliegen der Anwohner und den Erfordernissen eines wirtschaftlichen Flughafenbetriebs«. Er erinnerte an die bestehende 24-Stunden Fluggenehmigung für den Flughafen Schönefeld. Künftig jedoch werde es ein Nachtflugverbot sowie Flugeinschränkungen in den Tagesrandzeiten geben.«

Axel Wunschel, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Berlin-Brandenburg, freute sich, dass auch die A 100 sowie die Tangentialverbindung Ost auf gutem Wege seien: »Zwei gute Nachrichten für die Berliner Wirtschaft und für die Entwicklung der Region insgesamt - das erlebt man auch nicht alle Tage.«

Die IHK Cottbus, zu deren Kammerbezirk Schönefeld im Landkreis Dahme-Spreewald gehört, steuerte ebenfalls Zustimmung bei. IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Krüger blieckte voraus, dass der Flughafen nun »wie geplant in seine Funktion als internationales Drehkreuz hineinwachsen und der Region bedeutende Wachstumsimpulse geben« könne. Zentraler Bestandteil des Kompromisses sei die Zusicherung der Flughafengesellschafter, den passiven Schallschutz für die Anwohner den neuen Flugrouten anzupassen.

Beim Lärmschutz hakte die verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus ein. Die Betreiber des Flughafens seien nun in der Pflicht, »den Lärmbetroffenen schnell und unbürokratisch die Lärmschutzmaßnahmen zu gewähren, die zum Schutz vor gesundheitlichen Schäden nötig sind«. Bürokratische und komplizierte Verfahren sollten unterbleiben. Versprechen, die Lärmschutzmaßnahmen schon vor Betriebsaufnahme des Flughafens weitestgehend zu realisieren, müssen jetzt in die Tat umgesetzt werden.«

Beim Thema Schallschutz war sich die LINKE sogar ungewohnt einig mit dem Verband Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN). Deren Präsident Peter Ohm sah den VDGN bestätigt, verstärkt für den Schutz vor der Lärmbelästigung zu kämpfen. Die für den Schallschutz kalkulierten 140 Millionen Euro reichten nicht aus, es seien mindestes 750 Millionen Euro nötig.

Mehrfach wurde in Stellungnahmen zum Leipziger Urteil das Thema Flugrouten wieder aufgenommen. Darin wurde insbesondere auch auf eine gewissermaßen moralische Verpflichtung verwiesen, die Lärmbelastungen ausgewogen und damit gerechter zu verteilen.

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