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18.10.2011

Kriegsplanung auf dem Obersalzberg

Ausstellung zum Überfall auf die UdSSR

Berchtesgaden (epd/nd). Der Krieg gegen die Sowjetunion ist Thema der diesjährigen Winterausstellung des Dokumentationszentrums Obersalzberg in Berchtesgaden. Die Biografien von 24 Personen sollen erläutern, welche Folgen der Beginn des Feldzuges am 22. Juni 1941 auf die Menschen hatte. Mit den Schicksalen von Tätern, Opfern und Zuschauern wird exemplarisch die »Bandbreite der Schicksale auf sowjetischer und deutscher Seite präsentiert«, wie das Institut für Zeitgeschichte am Montag in München mitteilte. Die Ausstellung ist vom 21. Oktober bis 4. März 2012 zu sehen.

Der Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 unter dem Decknamen »Unternehmen Barbarossa« habe sich in seinem Charakter »grundsätzlich« von den vorangegangenen Kriegen unterschieden, hieß es. Denn er sei von der Wehrmacht von Anfang an als Vernichtungskrieg geführt worden und habe völkerrechtliche Normen missachtet, so das Institut. Während des Krieges kamen 27 Millionen Sowjetbürger ums Leben, davon 14 Millionen Zivilisten. Kein anderes europäisches Land habe während des Zweiten Weltkrieges mehr Menschen verloren. Die Ausstellung zeige, wie die ersten konkreten Planungen zu diesem »rassenideologischen Angriffs- und Vernichtungskrieg« seit Sommer 1940 in der Schaltzentrale auf dem Obersalzberg entstanden.

Die Ausstellung mit dem Titel »Juni 1941: Der Tiefe Schnitt - 24 Biografien aus dem Krieg gegen die Sowjetunion« wurde vom Deutsch-Russischen Museum Karlshorst konzipiert. Sie wird ergänzt von einem Begleitprogramm für Schulklassen.

Internet: www.obersalzberg.de

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