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Zwickau spielte immer die Hauptrolle. Torhüter Jürgen Croy personifizierte sich wie kaum ein Fußballer mit einer Stadt. Alle 372 Pflichtspiele bestritt er für die BSG Motor bzw. Sachsenring Zwickau. Und auch danach blieb er in Westsachsen: als Trainer, Sportbürgermeister oder Geschäftsführer des städtischen Kulturzentrums.
Fast erleichtert klingt Croy (Foto: dpa/Schmidt) beim Gedanken an seinen heutigen 65. Geburtstag: »Mein Terminkalender ist dann nicht mehr so dicht«, vermutet er. Ende des Jahres ist Schluss mit der Arbeit. Tätigkeiten in Fußball oder Politik »verlangen sieben Tage die Woche Einsatz. Das möchte ich nicht mehr«.
Als Croy wegdelegiert werden sollte, bekam er Unterstützung der Arbeiter des VEB Sachsenring. »Die meinten, notfalls müsste der Betrieb mal ein paar Tage ruhen.« Es half. Man ließ Croy in Ruhe und für immer in »Zwigge«.
Als größten Erfolg bezeichnet er selbst den Sieg im FDGB-Pokal 1975. Er hielt er gegen Dynamo Dresden zwei Elfmeter und verwandelte den entscheidenden zum 4:3 selbst. Croy hielt beim legendären WM-Sieg 1974 gegen Gastgeber BRD seinen Kasten sauber. Von Olympia 1972 (Bronze) und 1976 (Gold) brachte er Medaillen mit. »Ich hatte das Glück, dass die beste Phase des ostdeutschen Fußballs in die Zeit meines Leistungshöhepunkts fiel«, meint Croy bescheiden. Trotzdem wurde er als »bester Fußballer in 40 Jahren DDR« gewürdigt. dpa/nd
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