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Von Alexander Ludewig
01.11.2011

Nur keine Schwäche zeigen

Die Handballer vom THW Kiel gewinnen glücklich mit 33:32 bei den Füchsen Berlin

Trotzig und gereizt feierte der Favorit den Sieg. Je lauter die Pfiffe des Berliner Publikums nach Spielende wurden, umso öfter reckten die Kieler Handballer ihre geballten Fäuste. Der THW hatte am Sonntagabend vor 9000 Zuschauern in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle mit 33:32 gegen die Füchse gewonnen. »Über eigene Schwächen zu reden, ist fehl am Platz«, befand Kiels Linksaußen Dominik Klein, »wir haben verdient gewonnen.«

Die Antwort auf die Dünnhäutigkeit der Kieler findet man in der jüngeren Vergangenheit des Rekordmeisters. 13 von 16 Meistertiteln gewann der THW in den vergangenen 17 Jahren. Doch zum einen haben die Manipulationsvorwürfe beim ersten von zwei Siegen in der Champions League 2007 den Verein erschüttert. Der Prozess vor dem Kieler Landgericht läuft noch mindestens bis zum April nächsten Jahres. Zum anderen nagt die unbefriedigende Vorsaison noch immer am Selbstbewusstsein.

Als ungeschlagener Spitzenreiter mit neun Siegen aus neun Spielen waren die Kieler in die Hauptstadt gereist. Souverän wirkten sie trotz mehrmaliger hoher Führung nicht. Vier Tore Vorsprung nach sechs Minuten, vier Tore Vorsprung nach 19 Minuten - zur Halbzeit stand es 17:17. Im zweiten Durchgang verspielte der THW gar dreimal eine Fünf-Tore-Führung. Als Füchse-Torwart Silvio Heinevetter beim Stand 32:33 die letzte seiner 15 Paraden zeigte, bebte die Halle, das Remis war möglich. Sein Abwurf auf Sven-Sören Christophersen geriet jedoch zu ungenau. Das Spiel war aus, die Stimmung war am Boden - vor allem weil das Schiedsrichtergespann einige umstrittene Entscheidungen gegen die Füchse getroffen hatte.

»Es hat nicht die bessere Mannschaft gewonnen. Das war kein Sieg der besseren Taktik sondern der individuellen Klasse«, analysierte Berlins Rechtsaußen Markus Richwien, der gestern von Bundestrainer Martin Heuberger noch für den am Donnerstag in Berlin beginnenden Supercup nachnominiert wurde. Bei den Kielern stach vor allem Daniel Narcisse heraus. Der sprunggewaltige französische Weltmeister und Olympiasieger war mit neun Toren bester Werfer und neben seinem Landsmann Thierry Omeyer im Tor spielentscheidend.

Zwischen die Enttäuschung der Berliner mischte sich schnell auch der Stolz über »ein richtig gutes Spiel«, wie Abwehrchef Denis Spoljaric befand, und die Lust auf »Revanche«. Vor der Partie wurden in der Halle die Achtelfinalpaarungen des DHB-Pokals ausgelost: Die Füchse empfangen den THW Kiel.

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