Karin Leukefeld, Damaskus 02.11.2011 / Ausland
nd-SERIE »Arabellion« 2011

Syrischer Herbst

Nach Gaddafis Tod zielt der Westen auf Assad

Kaum ist die Sonne untergegangen, verlassen die weißen Minibusse im Minutentakt Baramke, den Busbahnhof an der Universität von Damaskus. In rasender Geschwindigkeit und meist rücksichtslos gegen andere Verkehrsteilnehmer bringen sie die Menschen in ihre Wohnorte am Rande der syrischen Hauptstadt, nach Damaskus-Rif. Offiziell leben 1,7 Millionen Einwohner in Damaskus-Stadt, im Umland noch einmal doppelt so viele. Jenseits der Statistik aber wird die Einwohnerzahl von Damaskus und Umgebung auf bis zu sieben Millionen geschätzt, die vorhandene Infrastruktur ist völlig überfordert. Mehr als 50 Prozent der Syrer leben heute in hastig errichteten Neubaugebieten und Armengürteln der großen Städte. Auch Aleppo, Idlib, Homs, Hama und Deir El-Zor haben heute die Millionengrenze überstiegen. Zehntausende Landflüchtlinge fanden in ihrer ursprünglichen Heimat im Osten und Nordosten des Landes kein Auskommen mehr, nun versuchen sie ihr Glück als Tagelöhner.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: