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07.11.2011

Mainz droht graue Wohnungsnot

Institut warnt vor Folgen der Altersarmut

Mainz (nd-Luchs). Bis zum Jahr 2020 werden in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz 37 100 Rentner leben, wie eine Untersuchung des Pestel-Instituts ergeben hat. Davon werden aller Voraussicht nach mehr als 2000 Rentner auf die staatliche Grundsicherung angewiesen sein.

Immer mehr Menschen mit so genannten gebrochenen Erwerbsbiografien gingen in den kommenden Jahren in Rente, sagt Matthias Günther von dem in Hannover ansässigen Institut. Das habe zur Folge, dass es auch in Mainz einen erheblichen Anstieg der Altersarmut geben werde. Hinzu komme, so Günther, dass eine nur geringe Altersvorsorge auch bei vielen Selbstständigen zu wachsender Altersarmut führen werde.

Am Bundesdurchschnitt gemessen, stuft das Institut die zu erwartende Altersarmut in Mainz im Jahr 2020 als »erhöht« ein. Die Untersuchung erfolgte im Auftrag der Initiative »Impulse für den Wohnungsbau«, in der sich unter anderem der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt zusammengeschlossen haben.

Das Institut warnt vor einer »grauen Wohnungsnot« in Mainz, wenn nicht erheblich mehr als heute neu gebaut werde. Viele Mainzer Rentner würden über einen Wohnungswechsel nachdenken müssen, weil sie sich ihre Wohnungen nicht mehr werden leisten können. Aufgrund früherer geringfügiger Beschäftigungen, Niedriglöhnen und längeren Zeiten von Arbeitslosigkeit müssten die Älteren mit geringen Renten auskommen. Auf diese Einkommen müssten künftig die Wohnungen - kleiner und energiesparend - zugeschnitten sein. Der Grundriss von Wohnungen, die in der Zeit zwischen 1946 und 1968 gebaut wurden, sei meist ungünstig für eine barrierefreie Nachrüstung, so dass eine größere Sanierung oder gar Abriss und Neubau erforderlich sind.

Berücksichtigt werden müsste auch die Tatsache, dass ältere Menschen nur im Notfall ihr Zuhause verlassen und umziehen wollen, stellt die Initiative »Impulse für den Wohnungsbau« fest. Daher seien nicht nur altersgerechte Wohnformen gefragt, sondern auch solche, die für Begegnungen der Rentnerinnen und Rentner geeignet sind und somit einen Ausweg aus der Einsamkeit ermöglichen.

In diesem Zusammenhang fordert die Initiative mehr Mittel für den Bau von barrierearmen Wohnungen für Senioren. Das Pestel-Institut versteht sich als Dienstleiter für Kommunen sowie Verbände und Unternehmen.

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