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10.11.2011
Meine Sicht

Kultur der Steine

Klaus Joachim Herrmann über tätiges Pogrom-Gedenken

Die Reinigung von Stolpersteinen, mit denen verfolgter, vertriebener und gemordeter jüdischer Mitbürger gedacht wird, gehört in Berlin zum traurigen Monat November. Auch am gestrigen 73. Jahrestag der Pogromnacht von 1938 widmeten sich Berliner in dieser Weise ganz persönlich der Erinnerung an Opfer der Nazibarbarei.

Dies geschieht bei Bekannten und Unbekannten, unmittelbar in der Nachbarschaft, vor letzten Wohnorten der Opfer überall in der Stadt - dort, wo die nazistische Menschenjagd tobte.

Dunkeln die Messingplatten im Pflaster fast bis zur Umgebungstönung nach oder setzen sie Patina an, wird dagegen etwas getan. Das gehört zur Kultur des Umgangs mit dem Andenken der Menschen und diesen Steinen. Denn verblassen darf die Erinnerung nicht. Deshalb bedarf es gerade auch mit den Stolpersteinen tätigen Gedenkens.

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