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26.11.2011

Protest gegen Nazi-Terror

Veranstaltungen in mehreren Städten

Berlin (nd). Die von Neonazis verübte Mordserie bewegt Deutschland. Am Samstag soll in mehreren Städten gegen Neonazismus demons-triert werden. So hat die antifaschistische Kampagne »Fence Off« zu einer Demonstration gegen eine Veranstaltung im NPD-Büro Leipzig aufgerufen. Dort soll am heutigen Sonnabend ein Vortrag des Neonazis Karl-Heinz Hoffmann stattfinden, der Begründer der verbotenen rechten Wehrsportgruppe Hoffmann. Sie wird unter anderem mit dem Oktoberfestattentat 1980 in Verbindung gebracht, bei dem 13 Menschen umkamen. Eingeladen wurde Hoffmann von der Leipziger NPD-Jugendorganisation. Die Gegendemonstration soll heute um 15.30 Uhr am Naturkundemuseum beginnen und zum NPD-Büro im Stadtteil Lindenau führen.

Auch in Berlin rufen antifaschistische und antirassistische Gruppen für heute zu einer Demonstration auf. Unter dem Motto »Staat und Nazis Hand in Hand? Gegen Faschismus und Polizeistaat!« soll nicht nur auf die aktuelle Mordserie, sondern auch auf die Kontinuität der Zusammenarbeit von Staat, Nazis und Geheimdiensten aufmerksam gemacht werden. Der Protestzug beginnt um 12 Uhr am U-Bahnhof Kottbusser Tor in Kreuzberg und soll am frühen Nachmittag im Bezirk Mitte enden.

Auch in München wird heute gegen Rechts protestiert. Die Demonstration startet um 14.30 Uhr am Mahnmal für die Opfer des Oktoberfestattentats (Nähe U-Bahnstation Theresienwiese) und will auf die Verharmlosung rechter Gewalt und die Repression gegen antifaschistische Gruppen aufmerksam machen.

Mit Schweigeminuten in elf deutschen Städten will der Berliner Verein »Typisch Deutsch« unter dem Motto »Schweigen gegen das Schweigen« an die Opfer der faschistischen Terrorzelle erinnern. Weiße und rote Rosen mit den Namen der zehn bisher bekannten Opfer der Mordserie sollen hochgehalten und dann niedergelegt werden; unter anderem in Berlin, Essen, Görlitz, Hamburg und Nürnberg, teilte der Verein am Freitag mit.

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