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Spannung

Klaus Joachim Herrmann über die Bildung des Senates

Die rot-schwarze Koalition hat es lange erfolgreich vermocht, Spekulationen über die Zusammensetzung des neuen Senates einfach Spekulationen sein zu lassen. Die Spitzen schwiegen sich demonstrativ und zuweilen sogar erheitert aus. Weiteres Personal, das nicht alle Zeit durch bedingungslose Schweigsamkeit auffällt, ließ einfach nichts sickern. Damit machte das Regierungslager insgesamt recht gute Figur. Es wirkte solide.

Die Medien hatten es dabei nicht ganz leicht. Wer hört schon gern drei Mal keine Antwort auf die in Varianten doch immer selbe Frage. Natürlich sind Personalien spannend. Sie stehen schließlich für Politik. Immerhin konnten sich die Journalisten gegenseitig ihre Personalvorschläge für den Senat zuschieben und darüber sach- und fachkundig befinden. Das ergab eine gewisse Eigenbewegung und selbst organisierte Spannung. Die freilich war bei Ausgaben mit frühem Redaktionsschluss wie dieser ohnehin naturgegeben.

So einmal mehr auch gestern. Die SPD komplettierte sich erst am Abend überraschend noch mit Bildungssenatorin Sandra Scheeres. Die hatte bis dahin wohl niemand auf dem Zettel. Dort stand allerdings bei wohl allen Laien und Experten Frank Henkel für das Innenressort. Diese Personalie geriet in den späteren Abend. Heute aber ist alles klar. Das Spitzenpersonal ist komplett. Jetzt kommt die Politik dran. Und das ist ja wohl auch gut so.

Dieser Artikel gehört zu folgenden Dossiers:

  • Rot-Schwarze Koalition in Berlin

    Nach zehn Jahren Rot-Rot stolpert Berlins neugewählte Regierung in die neue Legislaturperiode. Erst scheiterten die Koalitionsverhandlungen von SPD und Grünen gleich in der ersten Minute, dann stellte CDU-Mann Michael Braun mit nicht einmal zwei Wochen Amtszeit einen Rekord als "kurzlebigster" Senator auf. Wegen fragwürdigen Immobiliendeals trat der Verbraucherschutzsenator zurück. Mehr

  • Wahljahr 2011 - Wahlen Abgeordnetenhaus Berlin

    Am 18. September wurde in Berlin gewählt. Das Abgeordnetenhaus erhielt eine neue Zusammensetzung - der Senat Wird nachziehen. Fakt ist: Rot-Rot ist in Berlin Geschichte. Doch reicht es für Rot-Grün?
    Detaillierte Ergebnisse siehe hier [ext. Link].
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