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Von Sarah Liebigt 29.11.2011 / Berlin / Brandenburg

Personal für Rot-Schwarz

SPD und CDU gaben am Montagabend die Besetzung der Senatorenposten bekannt

SPD und CDU wollten am Montagabend nach Sondersitzungen ihre Kandidaten für die acht Senatsverwaltungen benennen. Dem neunten Ressort, der Kultur, steht weiterhin der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) als Kultursenator vor. Auf der Senatsbank nehmen zwei Frauen Platz, die niemand auf der Rechnung hatte - eine ehemalige Erzieherin für die Bildung und eine Ökonomin aus Bayern für die Wirtschaft. Bis Redaktionsschluss waren die Namen der SPD-Senatoren bekannt, die der CDU noch nicht bestätigt.

Demnach wird die SPD-Abgeordnete Sandra Scheeres neue Bildungssenatorin. »Sie weiß aus ihrem Alltag, welche Problemlagen sich für junge Familien stellen«, begründete Wowereit seine Auswahl für das Ressort, das Kitas, Schulen und Hochschulen umfasst. Die türkischstämmige Haushaltspolitikerin Dilek Kolat wird Senatorin für Arbeit, Frauen und Integration. Der langjährige Fraktionschef, Landeschef Michael Müller, übernimmt wie erwartet das Ressort Stadtentwicklung, Wohnen, Verkehr, Umwelt. Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos) bleibt im Amt. »Mit diesen Kandidaten ist die Sachkompetenz vorhanden, die die Ressorts mit Leben erfüllen werden«, sagte der Regierende Bürgermeister. Müller wird demnach als einer von zwei Bürgermeistern auch Wowereits Stellvertreter.

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CDU-Landeschef Frank Henkel ließ am Montagmorgen im Inforadio des rbb verlauten, wen er für drei der CDU zugeteilten Ressorts vorschlagen will. »Ich werde Frau von Obernitz sowie Mario Czaja und Michael Braun dem Parteitag vorstellen«, so Henkel.

Beobachter erwarteten, dass Michael Braun Senator für Justiz und Verbraucherschutz wird, und dass Mario Czaja Gesundheit und Soziales übernimmt. Das Wirtschaftsressort sollte mit Obernitz einer parteilosen Volkswirtin aus Bayern übertragen werden.

IHK-Sprecher Bernhard Schodrowski hatte ihre voraussichtliche Wahl als einen »Gewinn für Berlin« bezeichnet. Es handele sich um eine hochkompetente Fachfrau.

Den Posten des Innensenators betreffend hatte sich Henkel bis zuletzt bedeckt gehalten. Dabei war für viele so gut wie sicher, dass der Berliner CDU-Chef selbst das Ressort Inneres übernehmen werde. In den letzten Wochen kursierten die üblichen Gerüchte um einzelne Posten, Spekulationen gab es am Ende kaum noch. Am Donnerstag sollen die Senatoren im Berliner Abgeordnetenhaus vereidigt werden.

Dieser Artikel gehört zu folgenden Dossiers:

  • Rot-Schwarze Koalition in Berlin

    Nach zehn Jahren Rot-Rot stolpert Berlins neugewählte Regierung in die neue Legislaturperiode. Erst scheiterten die Koalitionsverhandlungen von SPD und Grünen gleich in der ersten Minute, dann stellte CDU-Mann Michael Braun mit nicht einmal zwei Wochen Amtszeit einen Rekord als "kurzlebigster" Senator auf. Wegen fragwürdigen Immobiliendeals trat der Verbraucherschutzsenator zurück. Mehr

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1 Kommentar zu diesem Artikel

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  • Doc, 28. Nov 2011 23:15

    Donner und Doria

    1 (ein) "Ossi" (Czaja), 1 (ein) "Wossi" (Henkel), 1 (eine) Einsiedlerin (Kolat) und fünf echte "Wessis" - so viel zu den "Machtverhältnissen " im "geeinten" Berlin. Aber selbst die Linken haben ja nur mit allergrößter Mühe eine Teilzeit-Senatorin zuwege gebracht.
    So seh'n Sieger aus - schallallalala!

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