Von Udo Bartsch
03.12.2011

Tierisch, taktisch, turbulent

WIR HABEN'S EINFACH MAL PROBIERT: nd-Spieletipps für einen spannenden Jahresausklang ganz in Familie

Wenn zu Weihnachten oder an langen Winterwochenenden Familie und Freunde zusammenkommen, sind Gesellschaftsspiele eine kurzweilige und spannende Abwechslung. »neues deutschland« empfiehlt einige seiner diesjährigen Favoriten.

Klassikerpotenzial

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Das Spiel des Jahres »Qwirkle« (Foto, l.) lässt mit seinen bunten Holzsteinen schöne Muster entstehen. Wer an das gemeinsame Mosaik anlegt, muss dabei entweder gleiche Farben oder gleiche Formen kombinieren. Je mehr Steine in einer Linie liegen, desto mehr Punkte zählt dies. Auf den sechsten und abschließenden Stein einer Reihe kommt es besonders an, denn er bringt Bonuspunkte. Die Spielregeln wirken logisch, das Holzmaterial ist schön. »Qwirkle« hat Klassikerpotenzial.

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»Qwirkle« von Susan McKinley Ross, Schmidt, für zwei bis vier Spieler ab 8 Jahre, ca. 25 Euro.

Raffiniertes Ausspiel

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Im gediegenen Taktikspiel »Asara« (Foto, m.) schlüpfen die Spieler in die Rolle von Bauherren. Als Einkäufer für ihre Turmteile besitzen sie farbige Personenkarten. Wer beispielsweise ein Dach erwerben möchte, gibt dafür einfach eine seiner Karten her. Der Clou dabei: Die Farbe des ersten Einkäufers gilt einen Durchgang lang für alle Spieler. Das erfordert geschicktes Einteilen der Karten. Überdies gelingt es mit raffiniertem Ausspiel, der Konkurrenz wertvolle Bauteile vorzuenthalten.

»Asara« von Wolfgang Kramer und Michael Kiesling, Ravensburger, für zwei bis vier Spieler ab 9 Jahre, ca. 30 Euro.

Strategieknüller

Ein scheinbarer Widerspruch; ein umso spannenderes Spielerlebnis: Der Strategieknüller »Die Burgen von Burgund« wird von Würfeln bestimmt. Jeder startet mit einem fast leeren Fürstentum und möchte darin Städte, Weiden und Burgen errichten. Die Würfelaugen bestimmen, welche Teile genommen und wo sie eingebaut werden dürfen. Im Wettlauf um Punkte durchleben die Spieler eine ständige Hin- und Hergerissenheit, welche ihrer vielen parallelen Projekte sie zuerst vollenden sollen.

»Die Burgen von Burgund« von Stefan Feld, Verlag alea, für zwei bis vier Spieler ab 12 Jahre, ca. 30 Euro.

Acht Traumvögel

Bei »Uluru« (Foto, r.) landen acht farbige Traumvögel in immer neuen Varianten rund um den Ayers Rock, und jeder der verwöhnten Piepmätze verlangt etwas anderes: Der rote Vogel möchte neben dem blauen sitzen, der gelbe nicht gegenüber dem weißen. Der schwarze Vogel bevorzugt einen Platz im Süden und immer so weiter. Jeder Spieler versucht fieberhaft, die Tiere auf seine Spieltafel so anzuordnen, dass endlich alle Wünsche erfüllt sind. Die Sanduhr rinnt; Fehler zählen Strafpunkte.

»Uluru« von Lauge Luchau, Kosmos, für einen bis fünf Spieler ab 8 Jahre, ca. 32 Euro.

Einfach gemein

So einfach und doch so gemein: In »Schwarz Rot Gelb« zeigen sämtliche Karten Farbwörter, zum Beispiel drei Mal das Wort »Rot», gedruckt in gelb. Alle Spieler gleichzeitig durchwühlen den Vorrat, jeder will möglichst schnell eine gültige Kartenreihe bilden. Von Karte zu Karte darf nichts übereinstimmen: nicht die Anzahl der Wörter, nicht Farbe, nicht Wort, ja: nicht mal das Wort mit der Druckfarbe. Herrlich verwirrend, und es ist zum Haareraufen, dass trotz großen Bemühens immer wieder Fehler unterlaufen!

»Schwarz Rot Gelb« von Günter Burkhardt, Amigo, zwei bis sechs Spieler ab 8 Jahre, ca. 8 Euro.

Partystimmung

Angeführt von einem frechen Dachs und verfolgt von einem wilden Nashorn stolpern die Spieler in »Kalimambo« von einem Unglück ins nächste. Geheim gewählte Zahlenkarten bestimmen, in welcher Reihenfolge auf dem Rundkurs gezogen wird. Der Weg ist gespickt mit Elefantenhaufen, und hineinzutreten bringt Minuspunkte. Wer allerdings ganz hinten bleibt, den stupst das Nashorn. Partystimmung.

»Kalimambo« von Antonio Scrittore, Zoch, für drei bis sieben Spieler ab 8 Jahre, ca. 20 Euro.

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