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Streitfrage: Wie kann die Zahl der Organspenden erhöht werden?

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Weniger als 20 Prozent der Deutschen besitzen einen Organspendeausweis. Meist müssen die Angehörigen eines hirntoten Menschen die schwierige Entscheidung treffen, ob ihm Organe entnommen werden dürfen oder nicht. Diese derzeit geltende Gesetzgebung (»erweiterte Zustimmungslösung«) soll nun verändert werden: Geht es nach Gesundheitsministern der CDU/CSU, FDP und SPD, soll jeder Erwachsene dazu bewegt werden, sich für oder gegen eine Organspende zu entscheiden (»Erklärungs- bzw. Entscheidungslösung«). Auf der Versichertenkarte soll künftig vermerkt sein, ob man mit einer Organspende einverstanden ist oder nicht. In Spanien etwa gilt die »Widerspruchslösung«: Man ist Spender, wenn man sich nicht zu Lebzeiten ausdrücklich dagegen aussprach.

Beiträge dieser Debatte:

  • 03.12.2011
    Von Carola Reimann:

    Die Entscheidung, die Leben retten kann

    Dr. Carola Reimann (SPD), geboren 1967, ist die Vorsitzende des ...

    Spätestens nachdem der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Frank-Walter Steinmeier, vor über einem Jahr seiner Frau eine Niere gespendet hat, ist die Organspende wieder zu einem breit diskutierten Thema geworden, auch in der Politik. Das ist auch höchste Zeit, denn die Zahl der Organtransplantationen in Deutschland ist nach wie vor auf zu niedrigem Niveau. 12 500 Patientinnen und Patienten warten hierzu... Mehr ...

  • 03.12.2011
    Von Oliver Tolmein:

    Die Entscheidung, die das Sterben verändert

    Dr. Oliver Tolmein, Jahrgang 1961, ist Fachanwalt für Mediz...

    Weihnachten naht, die Zeit der Rettung und der Gnade - und schon wird sich eine Allparteien-Koalition bei einem bioethischen Dauerbrenner einig: Der Druck auf die Bundesbürger, sich künftig in irgendeiner Form zur Organspende zu erklären, soll erhöht werden. Davon versprechen sich die Fraktionschefs, dass mehr Menschen sich nach einem festgestellten Hirntod bereitwillig die Organe entnehmen lassen... Mehr ...

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