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09.12.2011

Annäherung auf Gipfel in Durban

Durban (epd/nd). Beim Weltklimagipfel zeichnet sich ein Schulterschluss von Entwicklungsländern und EU ab. Vertreter armer Staaten machten am Donnerstag deutlich, dass ihnen eine Fortführung des 2012 auslaufenden Kyoto-Protokolls im Kampf gegen den Klimawandel langfristig nicht ausreicht. Ebenso wie die EU fordern sie nun bindende Zugeständnisse von den Schwellenländern. »Das ist als politische Situation neu«, sagte Bundesumweltminister Norbert Röttgen am vorletzten Tag der UN-Konferenz.

»Wir müssen mehr Länder dafür gewinnen, sich beim Klimaschutz international zu verpflichten«, sagte der Leiter der Verhandlungsgruppe afrikanischer Staaten, Tosi Mpanu-Mpanu, in Durban. Dies sei nötig, »um die Sicherheit der Afrikaner zu gewährleisten«.

Im Verhältnis zum Gesamtausstoß werde der Emissionsanteil der Kyoto-Staaten immer geringer, fügte der Diplomat aus Kongo/Kinshasa hinzu. Es müssten deshalb rechtlich bindende Verpflichtungen für alle großen Treibhausgas-Produzenten auf den Weg gebracht werden. Dabei unterstrich er, dass das Kyoto-Protokoll mit seinen strengen Kontrollmechanismen der Maßstab für eine umfassende Vertragsarchitektur sein müsse.

Im Kyoto-Protokoll hatten sich die Industriestaaten mit Ausnahme der USA zu einer Minderung ihrer CO2-Emissionen um durchschnittlich 5,2 Prozent bis 2012 verpflichtet. Für Schwellenländer wie China sind keine Klimaziele vorgesehen. Die Staaten, die sich an einer zweiten Verpflichtungsperiode beteiligen wollen, sind nur für 15 Prozent des CO2-Ausstoßes verantwortlich. Nach den Worten Röttgens gibt es inzwischen Gespräche zwischen der EU, den USA und den Schwellenländern.

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